Es ist ein Oktobernovember dieses Jahr. Der Apfelbaum vor meinem Fenster ist noch immer grün, fahlgrün, aber grün. Und der Kirschbaum will seine Blätter auch nicht lassen. Das Leben plätschert unaufgeregt seiner Mündung entgegen. Wir hatten Teamessen vergangene Woche, etwa sechzig Mitarbeiterinnen an drei Tischen, Lachen, Scherzen, Lärm. Ich fühlte die Einsamkeit stärker als gestern Nacht, als ich allein über das dunkle Land wanderte. Das junge, noch unbeschwerte Lachen habe ich verlotren, das laute, übermütige, angetrunkene Feiern kann ich nicht. Und für einfache Gespräche war es viel zu laut. Ich mag mich nicht, wenn ich so angestrengt versuche, dazu zu gehören.
Die Poesie hat sich Ferien von meinem Erleben genommen. Daran kann auch dieser Blick aus dem Treppenhausfenster nichts ändern. Aber ich ahne, dass solche Lichtspiele mehr Kraft haben als alles Laute. Doch soll ich Einsamkeit wählen? Habe ich die Wahl?
Die Poesie hat sich Ferien von meinem Erleben genommen. Daran kann auch dieser Blick aus dem Treppenhausfenster nichts ändern. Aber ich ahne, dass solche Lichtspiele mehr Kraft haben als alles Laute. Doch soll ich Einsamkeit wählen? Habe ich die Wahl?




