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Sonntag, 30. April 2017

Kinderstube


Samstag, 29. April 2017

Wandlung

Die Sonne

2.4.

ist Stern geworden.

28.4.

Freitag, 28. April 2017

Geschenk

Heute habe ich ein Video mitgebracht. Der Regen der letzten Tage hat so gut getan. Ich finde, man kann es hören! 😊


Mittwoch, 26. April 2017

...

Im Schatten der Nacht erheben sich die Träume zum Tanz. Komm mit, buchstabenloser Satz, erwache hinein in die erklärungsfreien Räume des Schlafes. Klinge hinaus und trinke die Stille der wissenden Weite.

Dienstag, 25. April 2017

Konsequenz

Da hat sich eine wohl etwas zusehr ans Mitfreuen des Umfeldes gewöhnt.
Heute bin ich kurzfristig in die höhere Etage bestellt worden. Die Beiträge an meine Weiterbildung sind per sofort ganz gestrichen, und wenn ich "Glück" habe, darf ich auch zurückbezahlen, was sich im Nachhinein nun als Fehlinvestition erweist durch meine Untreue. Vielleicht war es ja als Kompliment gemeint, angekommen ist sie anders, die nachgeschickte Bemerkung, dass ich die geborene Förderlehrerin sei und nicht eine Klassenlehrerin. Was ich lerne? Dass es ein grosses Übfeld ist für mich, auf dem ich immer und immer wieder strauchle: Es gibt Bereiche im Alltagsleben, weche man nicht mit der emotionalen Ebene vermischen sollte. Tue ich es doch, gebe ich Fakten und Sätzen, ungefragten Bewertungen und Sachlagen die Macht, mich in alte Strudel zu ziehen, und das ist alles andere als heilsam. Und ich bin sicher, dass sich mir die Gelegenheiten zum Üben regelmässig in Reinform präsentieren werden, bis ich es verinnerlicht habe, hoffentlich, irgendwann.

Sonntag, 23. April 2017

erfroren

Es sei das erste Mal seit 1912, dass es so spät nach Beginn der Vegetationszeit noch einmal einen derart strengen Frost gegeben habe, habe ich gestern gelesen. Damals war es in der Nacht, als die Titanik sank.
Noch immer ist es ringsum grün, doch bei genauem Hinsehen entdeckt man überall Spuren der Kälte. Die winzigen Kirschen an unserem Baum sind alle schwarz, die bewachsene Hausmauer präsentiert sich traurig,




Ich habe grosse, alte Nussbäume gesehen, welche früh blühten wie selten und jetzt behangen sind mit schwarzem, leblosen Sterben. Die einzigen Weinreben, denen ich begegnet bin, sehen erbärmlich aus. Mir tut das weh, nicht nur wegen der Bauern, welche existentielle Folgen in Kauf nehmen müssen, sondern weil diese Kälte so hart in die Grosszügigkeit der schenkenden Natur eingreift, welche ja nur dem Ruf der viel zu frühen Wärme gefolgt ist. 




Das fühlt sich alles nicht nach Schlusssatz an.

Donnerstag, 20. April 2017

Heute

Heute habe ich zum ersten Mal meine zukünftige Stellenpartnerin besucht, erstes Kennenlernen, Stundenplanabsprachen, Pensenaufteilung... Das einzige, was ich darüber öffentlich machen darf ist, dass ich staunte, staune und es irgendwie einfach nicht fassen kann, wie sehr das passt, wie eines sich zum andere fügt, völlig anstrengunslos. Ich weiss nicht, ob ich noch nicht ganz zurück in der Realität bin oder ob sich Glück so anfühlt. 

Die erste Hälfte des Heimweges bin ich zu Fuss gegangen. Wenige Minuten über ihrem Zuhause öffnet sich dieser Blick. Irgendwo da in der Ferne stehen die beiden Schulhäuser, mein momentaner und mein zukünftiger Arbeitsort, und weiter hinten im Dunst kann man, wenn man ihn kennt, den Hügel erkennen, hinter dem ich wohne. Meine kleine Welt.




 
Im Tal angekommen blicke ich hinauf zu jenem Raum, in welchem ich vor bald zwei Wochen erlebt hatte, wie die Zukunft im Vertrauen das Jetzt berührt.


Mittwoch, 19. April 2017

...

"Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist paradox, dass wir den Diener verehren und die göttliche Gabe entweihen."
Albert Einstein


Montag, 17. April 2017

10

Liebe Mirjam,

Das Zählen ist unser Ding. 
Dein Sein ist ausserhalb der Zeit.
Und trotzdem lädt dieser Tag dazu ein, 
den Tanz unserer Seelen 
auf einer Blütenbühne zu feiern 
zusammen mit allen, 
welche die Musik vernehmen 
und deine Farbe und deinen Duft.
Ich trage heute das Kleid der Dankbarkeit. 
Dass ich hier deine Mutter sein durfte,
macht mein Leben reich, 
ausserhalb aller Zeit.





Sonntag, 16. April 2017

frohe Ostern

Mit den besten Wünschen für ein lebensbejahendes Osterfest.

Ausserdem wünsche ich Spass und Erfolg bei der Suche nach der Osterkatze auf meinem letzten Samstagbild!



Unser Osterhase macht dieses Jahr blau.




Samstag, 15. April 2017

Samstagbild 6



Immer wieder schweift mein Blick zurück auf diese vergangenen vier Wochen. Oder vielleicht sind es sechs. Da war Anfang März die SMS einer lieben Bekannten: "Eine Kollegin von mir sucht eine Stellenpartnerin, 1. Klasse, als Musikklasse geführt..." Traumstelle, aber mindestens ein Jahr zu früh, dachte ich, drehte und wendete die Argumente, schlief und brütete darüber und schrieb am ersten Schultag nach den Ferien mein klares Nein zurück. Das war der Montag. Am Dienstag sass ich in der Pensensitzung, wie gelähmt. Es reicht nicht für alle, nicht für das, womit jede rechnet, nicht mehr.
Schock, Existenzangst, Trauer und dann eine riesige Einsamkeit entzogen mir den Boden unter den Füssen. Ich schrieb, hoffte dadurch etwas Ordnung in das Chaos in mir zu bringen. Zum Glück habe ich in den vergangenen Jahren Werkzeuge in die Hand bekommen, wie ich versuchen kann, in solchen Situationen den Kontakt zu mir nicht zu verlieren. Immerhin gelag es mir so, jene Bekannte anzurufen und ihr zu erzählen von der völlig neuen Situation. "Soviel ich weiss, ist die Stelle bereits vergeben. Aber versuchs doch morgen früh sofort um 8, vielleicht kannst du noch einen Fuss in die Türe stellen", riet sie mir. 
Die wenigen hier, die mich kennen, wissen, was es für mich heisst zu telefonieren. Zweimal lauschte ich der Beantworterstimme, das dritte Mal sprach ich eine Nachricht aufs Band. Und als ich es drei Stunden später noch einmal versuchte, erlebte ich diese völlige Kehrtwende. Am Nachmittag hatte ich dann die Schulleiterin persönlich am Telefon und sie begrüsste mich mit der Mitteilung: "In diesem Moment ist die Bestätigungsmail gekommen, dass die Stelle aufgeschaltet worden ist im Stellenportal." Ich soll mich bewerben mit den übliche Unterlagen, sie würden viele Bewerbungen erwarten. Also doch nicht zu spät.
Da sass ich dann am Wochenende. Bewerben, wie geht das? Was ist zuviel, was zuwenig. Und wo um alles in der Welt sind meine alten Zeugnisse? Ist relevant, was vor 30 Jahren war? Darf ich meine Erfahrung als Mutter ins Feld führen? Stundenlang sass ich da, und mit jedem Satz, den ich bejahen konnte, wuchs meine Motivation: Ich will diese Stelle, ich will sie unbedingt, und ich weiss, dass ich es kann. 
Ich ging so froh und zuversichtlich durch die kommenden Tage, träumte von meiner zukünftigen Aufgabe, malte mir aus, wie es klingen wird, wenn wir zusammen singen und lachen und dann wieder arbeiten... Doch ich hörte nichts, eine Woche verging, zwei. Der Eingabeschlusstermin war längst verstichen. Die Tochter abgereist. Aber ich übte mich darin, nicht zu zweifeln, nicht den Realisten in mir zu Wort kommen zu lassen, auch wenn das nicht immer einfach war. Die wenigen Menschen, denen ich mich anvertraute, freuten sich zwar mit mir, aber meist kam doch ein: "In deinem Alter ist das sicher nicht so einfach", "Es gibt bestimmt noch neue Stellen im Mai", "Zur Not kannst du ja bleiben", "Freu dich nicht zu sehr, sonst ist die Enttäuschung dann riesig", ... Und das machte es tatsächlich oft nicht leicht, bei meiner Vision zu bleiben, zumal diese Stimmen und Argumente auf perfekte Resonanz stiessen in mir.

Doch dann kam Mitte letzter Woche der Anruf, die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Warum ich das alles erzähle? Ich galube wirklich, ich durfte in diesem Prozess eine Erfahrung machen, die uns alle etwas angeht, aus einer Quelle schöpfen, die uns allen zur Verfügung steht. Ich habe zum ersten mal so voller Bewusstsein erlebt, was es heisst, meiner inneren Stimme zu vertrauen, jenem Ort in mir, der verbunden ist mit der Freude, mit der Begeisterung, mit dem Leben. Ich liess meine zutiefst vertrauten Bilder, die ich mir über mich selber aus welchen Gründen auch immer erschaffen habe: Dass ich zu schwach, zu unsicher, zu klein, zu wenig von dem und jenem bin, einfach nicht zu Wort kommen. Dadurch blieb ich auf eine ganz neue Art mit mir verbunden, und es floss einfach weiter, ohne auszutrocknen. Und vielleicht das Allerschönste: Ich fühlte mich nie allein. Ich kann das nicht beweisen, nicht erklären, aber ich wusste und spürte Nähe von Menschen, von Gedanken, Energien, ... Und ich fühlte eine tanzende, glückliche Mirjam um mich. 

Ich hoffe, dass diese Kraft, welche mich durch diese Zeit begleitet hat, auch meine Arbeit erfüllen wird, und dass ich sie nicht vergesse, wenn es schwierige Momente geben wird, herausfordernde, grenzwertige. 
Ich wünsche diese Kraft uns allen, allen, allen.

(Nachtrag: Dass die Einstellungszeit dem Datum des DS-Tages entspricht, ist ein totaler Zufall, der mich jedoch zutiefst freut.)  😃

Freitag, 14. April 2017

Samstagbild 5





Heute keine eigenen Worte. 
Sie stehen bei ihr.

Donnerstag, 13. April 2017

Samstagbild 4

Stell dir vor: Eine Nuss, eine Baumnuss in ihrer harten Schale. Du hälst sie in der Hand, seit langer Zeit, immer wieder. Du kennst sie blind, ihre Form, ihre Struktur, ihr Gewicht, ihren Klang. Und immer wieder wird dir gesagt: Da drin befindet sich ein Kern, ein wundersam geformter Kern, und der ist essbar, schmeckt wundervoll. 
Du weisst es längst, trägst mit der Schale die Nuss mit, kannst sie dir vorstellen, hast sie jedoch nie geschmeckt. Und doch meinst du zu wissen, was eine Baumnuss ist. Bis zu dem Tag, an dem die Schale aufbricht und du erkennst, was du gemeint hast zu wissen.

So ein Geschenk habe ich gestern erhalten, wenige Stunden nach der Zusage meiner neuen Stelle, diesem unendlich stärkenden Vertrauensbeweis.

Es ging um meine Frage nach dem Loslassen. Seit Mirjam den Stein ins Rollen gebracht hat, ist dies zentrales Thema in meinen Prozessen, oft unheilvoll verknüpft und verschlungen mit alten Dogmen von Schuld und Sühne, Pflicht und Schmerz.
Das Leben fordert das Loslassen, weil die Vergänglichkeit in seiner Natur liegt. Das Festhalten als Umkehrung in rückwärts gerichteter Starre raubt Atem und Kraft. Dies und vieles mehr meinte ich verstanden zu haben, trug ich in schützender Schale als kostbare Frucht. 

Doch dann traf gestern meine Frage auf tiefes Wissen, und völlig anstrengungslos öffnete sich die Schale, und was da heraus leuchtete war von solcher Schönheit und Leichtigkeit, dass ich im selben Augenblick mich in ein einziges Staunen hineingetaucht fand.

Loslassen ist nur dann nötig, wenn es darum geht, Schweres, Hinderndes, Erdrückendes hinter sich zu lassen. Was leicht, hell und liebevoll fliesst, brauchen wir nicht loszulassen. Nie. Nicht nötig, nicht heilsam, nicht möglich. (weil wir es ja auch nicht festhalten, sondern empfangen, das ergänze ich heute).

Nicht: "ich muss loslassen", sondern "ich darf loslassen".


Ich spüre die Grenze der Worte. Es mag seltsam anmuten, aber dieses Bild vom letzten Samstag hat mich an ähnlichem Ort berührt. Es war mir, als ich davor stand, als würden mir die Steine in flüssiger Form begegnen, als würde sich in ihrem Wesen spiegeln, was in mir lebt. Zuneigung, Geborgenheit und gleichzeitig eine neue Dimension von Freiheit in der Verbundenheit, die Freiheit, mir zu vertrauen und meinem tiefen Wissen darum, was hindert und was fördert. Und wer. Danke, Leben.



Mittwoch, 12. April 2017

Samstagbild 3

JAAAA!

Ich habe die Stelle!!!! Ich darf ab Sommer als Klassenlehrerin arbeiten!!! Ich weine und lache und bin einfach nur unendlich dankbar. Und drei Fussminuten hinter dem Schulhaus gibt es eine Bank, von der aus der Blick über das Tal frei ist. 


Dieser Blick hier schenkte sich mir beim Betreten des kleinen Holzraumes dort oben auf dem Felsen. Weitblick ist so heilsam.




Dienstag, 11. April 2017

Samstagbild 2

Als die Türe heute aufging um 18:45, kam eine Mitbewerberin heraus, strahlend, siegessicher, jung. Es war nicht ganz einfach, in dieser Situation Platz zu nehmen. Die vierköpfige "Jury" sass gesättigt auf ihrer Tischseite, so, als hätte sie bereits gefunden, was sie gesucht hatte, aber ich habe mein Bestes gegeben, habe die vielen zum Teil sehr kritischen Fragen mutig und klar beantwortet. Nachdem ich nun drei Wochen lang in der festen Überzeugung gelebt hatte, dass dies meine Traumstelle sei und wir aufeinander abgestimmt seien, sitze ich nun da, müde, dem Warten übergeben. 

Es gibt in jenem vielleicht 2 Quadratmeter grossen Raum dort oben auf dem Felsen hinter der Holztüre eine Bank. Dort setze ich mich nun in Gedanken hin. Dort weiss ich, dass mir nichts passiert, was nicht Chance trägt. 
Danke für alle guten Gedanken, die mich begleitet haben. 



Montag, 10. April 2017

Samstagbild 1

Verborgen für den, der einfach dem Hauptweg folgt, exponiert auf einer Felskante steht dieser scheinbare Holzstapel. Eine steile Steintreppe führt hinauf und lässt einen erst einmal still stehen und ratlos umher blicken.

Morgen um diese Zeit (18:45) werde ich auch vor einer Herausforderung stehen, der ich mich mit klopfendem Herzen und mit freudiger Hoffnung stelle. Gerne lasse ich mich begleiten von weiten, hellen Gedanken. Mein grösster Wunsch ist es, dass ich in meiner Kraft und Sicherheit bleiben darf und von dort aus vertrauen kann, dass folgende Schritte gesunde Lebensschritte sein werden, wohin auch immer sie führen.



Sonntag, 9. April 2017

...

Ich weiss nicht, welches Stichwort ich zum Titel machen soll. Was die Tochter eben aus dem Garten gebracht hat, wirkt ziemlich irritierend auf mich. Zuerst dachte ich, sie hätte etwas gebastelt, doch die Erschafferin ist offenbar die Natur mit ihren Launen.





Samstag, 8. April 2017

Frühling ja du bist's

Die Bilder, die ich in der Mittagspause meines heutigen Ausbildungstages gesammelt habe, reichen für eine ganze Woche – in mancher Hinsicht.
So stelle ich es mir zumindest jetzt vor. Es wird sich zeigen, ob sie passen zu dem, was die nächsten Tage mitbringen. 
Ich fühle mich reich beschenkt von einer unbegreiflichen Grosszügigkeit.



 

Freitag, 7. April 2017

Frühingsferien

So ist es also, wenn die Ferien beginnen, immer wieder. Ich sollte es wissen: 
Heim kommen, die ganze liegen gebliebene Arbeit sehen, die nun endlich dran ist und einfach nur müde werden, eine riesige Müdigkeit spüren und nichts anderes tun als nichts tun, ausser hinaus gehen in den geliebten Wald, die Schatten auf dem Weg sehen, sie auf der Haut und in den Augen spüren als ein lebendiges Wechselspiel mit dem Licht, die vertrauten Bäume grüssen, in die vielen Grüns tauchen, mit Wehmut der Entwicklung der Schlehenblüten zuhören und darüber nachsinnen, wie leicht es ist, den Geschehnissen auf der Weltbühne mit Angst zu begegnen. 
Morgen ist erst einmal noch Weiterbildungstag, und dann möchte ich schlafen, schlafen, schlafen, um bald mutig genug zu sein, mich der vielen Arbeiten anzunehmen, die drinnen und draussen so dringend rufen.






 

Mittwoch, 5. April 2017

Schlehdorn


 
 







 
Wie die Amsel mit ihrem Gesang mein Herz berührt, so tut es der Schlehdorn mit seinem Blütenkleid, und ganz egal, ob ich von weitem die weissen Schleier am Waldrand erblicke, ob ich vor einem Strauch stehe und mich vom Duft betören lasse oder ob ich versinke im Anblick einer vollkommenen einzelnen Blüte, immer fühle ich mich beschenkt, beglückt und dem Leben nah.

Sonntag, 2. April 2017

Wann beginnt eine Reise?

Mit dem Traum?

Mit der Suche?

Mit der Entscheidung?

Mit der Buchung?

Mit dem Verlassen des Hauses?

Mit der Ankunft am Flughafen?

 
Mit den letzten Umarmungen?


Mit dem letzten Blick?

 
Mit dem Aufstarten der Flugzeugmotoren?

 
Mit dem Abheben?


Mit dem Verschwinden im grauen Himmel?


Unterdessen ist sie längst in Paris gelandet, wartet dort auf den Weiterflug und wird in etwa 8 Stunden in Dakar landen. Und morgen Nachmittag dann, nach einer hoffentlich sicheren Autofahrt, wird sie den Ort in Senegal erreichen, an dem sie die nächsten drei Monate verbringen will, in einem Projekt, welches die Betreuung von Strassenkindern organisiert und gestaltet. 
Ich wünsche dir alles Glück der Welten, gerade auch dann, wenn du schmerzhafte und erschreckende Erfahrungen machen solltest, meine Grosse. Immer wieder hast du gesagt, wie sicher und tief in dir du spürst, dass diese Reise das Richtige ist für dich. Du hast nie gezweifelt, nie die Vorfreude verloren. Du fliegst deinem Traum entgegen, bringst ihn ins Leben. Gehe geschützt, wie du schon durch schwierigste Zeiten gegangen bist. Auf Wiedersehen!

Samstag, 1. April 2017

...

und einfach nicht zeigen, wie es aussieht da drinnen, das Lieblingsessen kochen, die letzten Dinge erledigen helfen, die Aufregung in ihr wahrnehmen und verstehen und nicht weinen, nicht jetzt, noch nicht. Daran denken, wie stolz ich auf sie oder für sie bin, auf ihren Mut, auf ihre Treue zu ihren Visionen, darauf, dass sie ihren Weg geht. 
Doch ich bin daran zu lernen, dass Gedanken nicht die Gefühle wegdrücken dürfen. Ich will vor mir zu meinem Schmerz genauso stehen wie zu meinem Stolz und meiner Dankbarkeit. Die Frage ist, was ich davon zeige. Daher schreibe ich, um dem einen Raum zu geben, was hier im Raum nicht Überhand nehmen soll. 
Es bleibt noch eine letzte Nacht –
und danach alle weiteren...

...

Kloss – Klösser – am Klössten