Heute kam ich im Fernsehen. Das heisst: eigentlich nur auf der Website des Fernsehen. Also eigentlich nur auf der Wetterseite. Und nicht namentlich.
Da steht nämlich: "Nicht alle mögen heisse Tage. Diese Personen dürften sich in den Juli 2021 verliebt haben."
Klar finde ich es tragisch, was die Regenmassen angerichtet haben, und die Hochwassertage habe ich besorgt beobachtet. Das geht mit jetzt mit der Hitzesituation und den Waldbränden in den südlichen Nachbarländern und Griechenland nicht anders. Doch von den Temperaturen her war dieser Juli für mich der erholsamste seit Jahren. Habe ich in den letzten Jahren täglich den Wecker auf halb sechs gestellt, um das Haus wenigstens minimalst mit frischer Luft zu füllen und bin um sieben in der Schule gewesen, um dort dasselbe zu tun, so schlafe ich jetzt, bis ich wach werde. Das Mitleiden mit den durstenden Bäumen hat mich soviel Kraft gekostet. Nun kann ich die Entspannung des Waldes einatmen und empfinde Dankbarkeit und Glück. Wenn der Wind in den Wald hineinfährt, beginnt dieser zu rauschen. Die letzten Sommer war es ein unheimliches Rascheln ohne Elastizität.
Gerne gönne ich den wärmehungrigen Mitmenschen noch ein paar Tage oder Wochen mit Rheinschwimmen, Draussensitzen, Sommerkleidern und so. Für mich waren die Julitemperaturen perfekt, und das wollte ich ihm doch noch sagen, weil ringsum alle auf ihn schimpfen.































