Die Welt ist Energie. Das Leben ist es auch, Energien, die sich manifestieren, manipulieren, beeinflussen, bedingen. Und es liegt in der Natur dieses komplexen Geschehens, dass die Oberfläche immer bewegt ist, dass Unruhe das Kontinuum ist, dass in Wellen gesendet und empfangen wird. Irgendwo spielt mitten drin der freie Wille des Individuums mit, sagt man, erlebe ich zeitweise, frage ich mich oft.
Wenn dem so wäre, so liesse sich Schwere durch innere Gedankenschöpferkraft überwinden.
Eindringlich und hell
beschreibt das heute eine Frau, die viel jünger ist als ich und doch an einem Punkt zu stehen scheint, den ich in ganz besonderen Momenten erfahren habe, der in meinem Leben jedoch Gipfelglück und nicht Alltagsweg bedeutet.
Es kommt mir vor, als hätte sie den Text hier gestern gelesen und sich herausgefordert gefühlt, die Negativität dieser Sichtweise umzukehren. Natürlich ist dem nicht so. Sie ist eine professionelle Bloggerin, ich eine versteckte Notizenschreiberin, und doch glaube ich, dass auch hier ein Energiegesetz wirkt. Man findet, was man sendet und sieht, was man sucht und bekommt, was man tragen kann...
Ich bewundere Menschen wie sie. Es entsteht in diesem Kraftfeld in mir jedoch nicht Mut. Ich bleibe in der staunenden, weit entfernten Betrachterrolle, als würde ich das Geschehen auf einem anderen Kontinent beobachten. Vielleicht würde sie meine Welt miesepetrig nennen. Doch das ist sie nicht. Sie ist bloss sehr verletzlich, hellhörig, zerbrechlich.
Es stürmt draussen. Der, welcher als Kirschbaum in diesem Geschehen steht, strahlt Kraft und beinahe Ruhe aus. Andere Pflanzen neigen sich bis fast auf den Boden. Ich gehöre wohl eher zu denen.
Du redest dich heraus, weil du die Arbeit scheust! raunt es von hinten rechts. Ich gehe jetzt hinaus und lasse mich durchwehen. Dann schauen wir weiter.
unterwegs: Flatterfahne in Licht und Sturm!