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Donnerstag, 31. Dezember 2020

Wege


Oo, Oo, Oo, Oo, Oo Oo, Oo, Oo, Oo, Oo 

Sag mir, wo ist der Weg 

Den ich mein eigen nennen kann 

Den ich verlassen habe, den ich verloren habe 

So lange zuvor? 

All diese Jahre die ich umhergewandert bin 

Oh wann werde ich wissen

Dass dort ein Weg, eine Straße ist 

 Die mich nach Hause führen wird? 

 

Oo, Oo, Oo, Oo, Oo Oo, Oo, Oo, Oo, Oo 

Nach dem Wind, dem Regen 

Wenn die Dunkelheit vorüber ist 

Und ich von einem Traum erwache 

In der Helle des Tages 

Liegt ein Ruf in der Luft

Von weit weg 

Da ist eine Stimme, die ich hören kann 

Sie wird nach Hause führen 

 

Oo, Oo, Oo, Oo, Oo Oo, Oo, Oo, Oo, Oo 

Steh auf, folge mir 

Geh weg, das ist der Ruf 

Mit der Liebe in deinem Herzen 

Es gibt kein schöneres Lied als dieses 

Das zeigt, wohin du gehörst 

Steh auf, folge mir 

Ich werde dich nach Hause führen 

 

Oo, Oo, Oo, Oo, Oo Oo, Oo, Oo, Oo, Oo

Mittwoch, 30. Dezember 2020

F wie Feuer

Stock um Stock dem Feuer übergeben

was keine Rolle mehr spielt

was alt ist

was war

Licht, Wärme

und schliesslich Asche.



Dienstag, 29. Dezember 2020

Leises Wünschen

Schneeflöckchen, Weissröckchen, wann kommst du geschneit?

Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen hat es hier in diesen Tagen noch nie geschneit. Ich hoffe noch immer, und wer weiss, vielleicht schaffen es ja die Winterbilder, den Wunsch in die Wolken zu tragen? (Ich konnte mich nicht entscheiden.)






Sonntag, 27. Dezember 2020

Weihnachten

Welch frohe Weihnachtstage! Das grösste Geschenk habe ich mir selber gemacht: Ich habe nicht nur gespürt, was ich brauche, ich habe es auch kommuniziert. Und weil es alle respektiert und mitgetragen haben, durfte ich mich dieses Jahr dem Geschenkezirkus ganz entziehen. In aller Ruhe habe ich Karten gemalt und Gutscheine geschrieben, dazu Tee getrunken und an die Kinder gedacht, an all die Jahre, an all die Weihnachten, die intensiv, meist schön aber sehr oft auch bis zum letzten Moment anstrengend waren. Der 26. Dezember war jeweils mein Tag. Endlich Ruhe, kein Besuch, Resten von den Festtagen zum Essen, früher waren die Kinder mit ihren neuen Spielsachen beschäftigt, später schliefen sie aus und verbrachten die Nachmittage mit geselligen Spielrunden.
Dieses Jahr war es schon sehr früh einfach still. Eingekauft habe ich morgens um sieben, sodass ich um acht bereits wieder zu hause war. Kein Gedränge in der Stadt von Mittag bis Abend, kein Schlangestehen auf der Strasse und hinter gelben Abstandslinien an den Kassen, kein Taschenschleppen zwischen den Regalen und Strassen auf und ab, kein Hin und Her, weil ich mich nicht entscheiden kann, sondern mich ganz einlassen auf diese Wintersonnenwende, welche dieses Jahr eine Tiefe und Energie hatte, wie ich es nie zuvor erlebt hatte. Kam dazu, dass ich keine Nachrichten las oder schaute – und plötzlich war soviel Friede und Freude da.

Nun beginnt morgen wieder die Schule, ohne Unterricht zwar, aber doch sehr konkret. Noch ist heute, noch ist diese Zeit dazwischen, und ich hoffe und wünsche sehr, dass es vielen so geht und gegangen ist, nachdem die Einschränkungen dieses Jahres akzeptiert und die neuen Formen mit Leben gefüllt waren.

Natürlich war es nicht still in Dezibel gemessen, es war sogar sehr laut und lebendig manchmal, und angeregt und hitzig und lustig und spannend. Aber in mir war es still und ist es still. Und dafür danke ich dieser eingeschränkten Weihnachtseit von ganzem Herzen.
 


Mittwoch, 23. Dezember 2020

zusammengesetzt

Mit einem Gruss vom Osterhasen! ;)

Montag, 14. Dezember 2020

aufgeräumt

Zutaten für 

FROHE WEIHNACHTEN



Mittwoch, 9. Dezember 2020

38.8

Früher – oder normalerweise –, wenn abends die Nachricht kommt: "Der kleine Sachensucher hat heute Nachmittag plötzliche hohes Fieber bekommen und wird sicher für den Rest der Woche zu hause bleiben", schreibe ich ein frohes "Gute Besserung" zurück und überlege kurz, ob diese Nachricht meine Vorbereitungen beeinflusst. Heute reagiere ich mit einem Schweissausbruch und lasse mich ins verdunkelte Kopfkino ziehen, wo Quarantänefilme in Endlosschlaufen laufen. 
Bitte nicht. Danke.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Gäste

Hie und da stehen nach der Pause ehemalige Schülerinnen in der geöffneten Türe meines Klassenzimmers und beobachten neugierig meine Zwerge, wie sie da in ihrem Pausenheft malen, erzählen sich gegenseitig, woran sie sich erinnern wenn sie sehen, was an den Wänden und an der Tafel vom Unterricht erzählt.

Heute waren es drei Jungs und drei Mädchen, die etwas verlegen aber neugierig beobachteten, was da in der Klasse ihrer ehemaligen Lehrerin vor sich geht. Ich nahm sie spontan mit hinein. 

"Oh mein Gott!" rief der Kleinste erschrocken. Er wird die Jungs schon beoabachtet haben, wie sie kräftig, flink und schnell sich im Spiel und in der gegenseitigen Provokation bewegen, und ich kann mir gut vorstellen, dass er mit grossem Respekt, vielleicht sogar mit Angst zu den Grossen hoch schaut.

Nun standen sie in seinem Klassenzimmer. Das war unheimlich. Daher gab ich den Grossen ihre Namen und erzählte, woher wir uns kennen und wie klein (und blond!) die auch mal waren.

Und dann sangen die sechs einen vierstimmigen Kanon, ich begleitete sie auf der Gitarre und die Erstklasskinder hörten mit offenen Mündern zu, still wie selten.

Das war ein wundervoller Moment, nicht nur für die Kleinen.

Montag, 7. Dezember 2020

Privileg

Zuweilen erfüllt mich eine schier unfassbare Dankbarkeit dafür, dass ich Tag für Tag das arbeiten darf, was ich unendlich gerne tue. Und dann kriege ich erst noch soviel Geld dafür, dass ich einen Teil der Familie ernähren und ihr eine Ausbildung ermöglichen kann.
Ich will dafür mein Allerbestes geben, Tag für Tag. Und manchmal ist eben das Beste die Demut, mit dem Zweitbesten zufrieden zu sein.

Sonntag, 6. Dezember 2020

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