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Montag, 31. Mai 2021
151/365 ...
Sonntag, 30. Mai 2021
150/365 Parallelwelten
Samstag, 29. Mai 2021
149/365 Abendlicht
Freitag, 28. Mai 2021
148/365 Frage
"Hast du eigentlich auch ein Zuhause?
Das fragte mich heute ein Kollege, als wir uns gegen Abend beim Verlassen des Schulhauses begegneten, und die drei, die zusammen aus einer Freitzeitaktivität kamen, tauschten heitere Blicke. Ich kenne ihn nicht sehr gut und kann seinen Ton nicht richtig einordnen. Aber etwas darin war spürbar: So wird über mich geredet, und das lässt mich nicht kalt. Ja, ich bin oft in der Schule und bin auch gerne in meinem Schulzimmer. Ich erledige komplett alle Schularbeit vor Ort und nehme kaum etwas davon nach Hause, weil ich eben da andere Aufgaben habe. Und heute habe ich mich fast eine Stunde mit Tafel putzen, Karten zuschneiden, Ordner durchstöbern und anderen Kleinigkeiten aufgehalten, weil ich es total scheute, hinauszugehen. Jetzt, wo das Wetter für die Allgemeinheit wieder schön ist, fliegen die Gräserpollen durch die Luft, was meine Augen fast irrsinng macht. Auch die Haut zeigt ihre vertrauten Reaktionen auf den Pollenflug und ich würde mich am liebsten im Keller – oder Schulzimmer... verkriechen.
Da er ganz offensichtlich keine Antwort erwartete, gab ich auch keine, machte irgend einen Spruch und machte mich auf den Weg zum Einaufen.
Ein seltsamer Nachgeschmack begleitet mich nun ins Wochenende, und ich hätte Lust auf ein Stück Schokolade.
Donnerstag, 27. Mai 2021
147/365 Aufhellung
Mittwoch, 26. Mai 2021
146/365 Mitbringsel
Unser Weg am Sonntag dort unter der Brücke führte durch buschiges, kniehohes Gras über halb zugewachsene Trampelpfade. Es war fast wie im Traum, duftend, voll klingender Stille.
Heute früh wurde ich wieder daran erinnert, als ich drei Zecken fand, die es offenbar irgendwie geschafft hatten, sich einzunisten.
War etwas anders gemischt, der heutige Tag, nicht nur deshalb, aber auch.
Dienstag, 25. Mai 2021
145/365 gemischt
Montag, 24. Mai 2021
144/365 Gegenblick
zwölf im Quadrat, das nur am Rande (am oberen!)
Zwei Bilder von gestern: Ich habe meine Tochter in ihrem Studienstädtchen besucht. Wir wanderten dem Fluss entlang, (welcher in unserer Ferienheimat entspringt) und standen irgendwann unter dieser Brücke, mitten im hellsten, saftigsten Grün und umgeben von Vogelkonzerten, wie ich sie gefühlte Ewigkeiten nicht mehr gehört hatte.
Sonntag, 23. Mai 2021
143/365 Freiheit
Samstag, 22. Mai 2021
142/365 Orte
Seit ziemlich genau einem Jahr ist dieser Platz um das runde Tischchen unser Corona-LehrerInnen-Pausenzimmer. Das eigentliche Lehrpersonenzimmer ist zu kleine für das ganze Kollegium im Abstandmodus. Daher bleiben wir in unserem Trakt unter uns, manchmal allein, manchmal zu zweit, meist aber zu viert.
Seit letztem Montag weiss ich, dass ich in einem Monat erneut umziehen werde, diesmal nicht innerhalb des Hauses, sondern in einen anderen Trakt der Schulanlage. So wirklich vermissen werde ich die Ecke in der Vereinsküche nicht, aber die kleine Gemeinschaft und unsere Pausengespräche, die werden an einen hellen Ort zu den Erinnerungsschätzen dieses Pandemiejahres gelegt.
Freitag, 21. Mai 2021
141/365 Bögen
Donnerstag, 20. Mai 2021
140/365 Zufall
Wobei da nichts gefallen ist. Zustand passst daher besser. Und ganz schnell wurde daraus Zugang und dann war es auch schon vorbei, weil der Film begann.
Naja, verstanden hat das bisher wohl gerade mal eine Leserin.
Das war nämlich so: Ich reiste heute zum ersten Mal seit einem Monat (mindestens, denn damals waren die Terassen noch nicht offen) in die Stadt. Meine Nachfüllflaschen von diversen Putz- und Waschmitteln brauchten neue Füllungen. Daher hatte ich ein einziges Ziel und steuerte auch direkt darauf zu. Doch da stand direkt vor der Eingangstüre sie!
War das eine kringelige Freude auf Distanz, denn als wir uns das letzte Mal begegnet waren, wusste die Welt noch nichts von Corona (und wir auch nicht), und wenn wir da eine Maske getragen hätten, hätten wir an Fasnacht gedacht. Wie gesagt, unsere Wege trennten sich schnell wieder, aber die Freude blieb bis jetzt, und was uns eh über alle Lockdowns und Distanzen hinaus verbindet, ist unsere leidenschaftliche Liebe zum Regen.
Das musste jetzt mal gesagt sein, gell!
"Uf Wiederläse!"
Mittwoch, 19. Mai 2021
139/365 sowas gibts noch
Es sind Alltäglichkeiten, die immer wieder sichtbar machen, was die letzten 15 Monate mit uns gemacht haben. Eine Kollegin und ihre beiden Kinder sind krank, richtig krank, mit Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, was halt so dazu gehört.
Früher hätte man von Herzen gute Besserung gewünscht, voller Vertrauen, dass Krankheit zum Leben gehört und gesund werden eigentlich auch.
Heute dieses leise Erschrecken, das unruhige Warten auf das Testergebnis, die Sorge, angesteckt zu werden, die Bitte, ja erst wieder zu kommen, wenn alle Symptome abgeklungen sind...
Es gibt sie offenbar auch noch, die gute alte Sommergrippe und mit ihr die Hoffnung, dass wir irgendwann wieder krank sein dürfen, um gesund zu werden.
Dienstag, 18. Mai 2021
138/365 Feierabend
Montag, 17. Mai 2021
137/365 Magie
Sonntag, 16. Mai 2021
136/365 Beschleunigung
Samstag, 15. Mai 2021
135/365 vorbei gehuscht
oder: Aus dem fahrenden Zug (sind das Er-fahrungen?)
eine Frau, die an der Tankstelle ihr Auto mit einem Schlauch wäscht
gelb blühende Stauden zwischen den Bahnschwellen und am Bahndamm (Früher hätte man das fein säuberlich weggegiftet.)
eine riesige Baustelle da, wo schon vor zwei Jahren eine war
der Aussichtsturm dort oben auf dem Hügel, auf dem mir schon auf der zweiten Plattform so schwindelig geworden war, dass wir umgekert sind – auch vor zwei Jahren
die grosse Lagerhalle des schwedischen Riesen, die nun offenbar beige - blau gestrichen worden ist. Nur einzelne Wandelemente sind noch gelb.
Eine Strasse, die früher Dorfstrasse war, was an den alten Bauernhäusern zu erkennen ist. Da, wo Miststock, Garten und Brunnen standen, verkehrt jetzt die mobile Gesellschaft auf Asphalt direkt vor den Haustüren.
eine Neubausiedlung mit grossen, leeren Fenstern, hinter denen noch niemand wohnt
die Dunkelheit eines Tunnels, die endlos dröhnt und dann doch irgendwann zu Ende ist
die weisse Dampfwolke, die watteweich am Kühlturm des Atomkraftwerkes zu hängen scheint
Rapsfelder wie gelbe Teppiche überall zwischen grüne Wiesen und braune Äcker gelegt
unzählige Nussbäume, die nun wie immer als letzte auch beginnen, ihre noch dunklen Blätter aus den Knospen zu entfalten
Mäusebussarde, die zu zweit über Hügelkämmen Kreistänze fliegen
und Grün, Grün, Grün, saftiges, sattes Grün
erwachen: "Nächster Halt: Bahnhof. Aussteigen in Fahrtrichtung rechts. Ihre nächsten Anschlüsse."
Freitag, 14. Mai 2021
134/365 zum Blühen bringen
Nicht ganz neu, dieses Bild. Aber es ist mehr als gar nichts, was heute erklärbar wäre.
Für eines der Kinder, welche im Sommer neu zu unserer Klasse stossen, haben wir diese Blumenwiese zum Blühen gebracht. Alle haben mit Wachsmalkreiden Blumen und Gräser auf Backtrennpapier gemalt und dann auf das gemeinsame Bild aufgebügelt. So entstand innert weniger Minuten dieses Bild, und wenn der Junge dann auch als Teil unserer Klassengemeinschaft mit soviel Engagement und Hingabe aufgenommen wird, dann freue ich mich sehr für ihn – und die Klasse.
Donnerstag, 13. Mai 2021
133/365 Klangfarben
Während ich den Pizzateig knete, tönt von oben ein Workout mit der englischen Powerstimme der animierenden Trainerin zu fetziger Musik. Vor mir stehen zwei Packungen Mehl, je beschriftet in drei der vier Landessprachen. Ich lasse mir die Namen im Knetrhythmus auf der Zunge zergehen und staune, wie unterschiedlich der Geschmack dieser Klänge schmilzt. Feurig warm der eine, elegant geschmeidig der andere, und distanziert klar der dritte.
Farina semibianca Farina PuraSpelta
Farine mi-blanche Farine PurEpeautre
Halbweissmehl UrDinkel-Mehl
Mittwoch, 12. Mai 2021
132/365 Vermisstanzeige
Dienstag, 11. Mai 2021
131/365 Gründe
Es gibt Gründe, sich glücklich zu fühlen.
Es gibt Gründe, sich Sorgen zu machen.
Es gibt Gründe für die Müdigkeit.
Und es gäbe einen Grund für ein neues Handy, und der wäre eine gute Kamera.
Montag, 10. Mai 2021
130/365 Glück
Wolken hängen in den Baumkronen, die Wiese riecht grün, die Vögel jubilieren Trinklieder, Tropfgeräusche bilden den Klangteppich dazu, Brennesseln krauten zwischen den Sträuchern, vereinzelte Regenwürmer verirren sich auf die Wege, die Linde zieht ihr Sommerkleid über, stilles Grau lädt ein zur Ruhe.
Mein Glück hat heute einen Namen.
Sonntag, 9. Mai 2021
129/365 mit ohne *
Samstag, 8. Mai 2021
128/365 Bildchen
Es gibt neue Briefmarken. Ich bin begeistert! Von der Botschaft auf der einen, von der Frische der andern, und daher habe ich mir heute von beiden gleich ein paar Bögen bestellt.
Die frische gehört zu einer vierteiligen Sommerkollektion.
Ich freue mich darauf, im Sommer mit diesen Melonenschnitzen ein kleines Stück Leichtigkeit und Erfrischung mitschicken zu können.
Die andere lädt ein zum Rätseln. Bevor ich sie bestellt habe, habe ich gelesen, was über ihrer Entstehung hier zu erfahren war.
Ich hoffe sosehr, dass der reale Postweg nicht ganz verschwindet, dass uns die Möglichkeit, kleine Bildbotschaften zu verschenken, nicht genommen wird.
Freitag, 7. Mai 2021
127/365 Nacken
Vorgestern hatte ich meine letzte Physiotherapiesitzung. Da es dem Knie unterdessen wieder beschwerdenfrei gut geht, fragte mich die Therapeutin: "Was machen wir heute?" Ich erzählte ihr von meinem Nacken und Hals, den ich kaum mehr zur Seite drehen kann vor Verspannung.
Nach einer unglaublich wohltuenden halben Stunde war die Spannung nicht vollständig, aber erstaunlich wirkungsvoll gelöst. Seither bin ich nur müde und kann mir keinen schöneren Ort vorstellen als mein Bett. Gute Nacht.
Mittwoch, 5. Mai 2021
125/365 Räume(n)
Dienstag, 4. Mai 2021
124/365 Tagesglück
Schwalben am Abendhimmel! Nicht über unserem Dorf, aber das spielt ja keine Rolle.
(Toller Tageszähler heute: 1, 2, 3, 4, 5, 6 in leicht veränderter Reihnenfolge.)
Montag, 3. Mai 2021
123/365 Fehler
Bin sehr traurig grad. Steinchen um Steinchen ist heute in meinen Trauerteich geworfen worden, und die Oberfläche, die meist ruhig und glatt daliegt, ist aufgewühlt, bewegt. Eines dieser Steinchen versuche ich hier zu verstehen.
Alle fünf Jahre führt unsere Schule eine Evaluation durch. Diesmal werden die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern befragt. Die Kinder-Umfrage habe ich heute mit der Klasse gemacht. Ziel ist es, dass wir Lehrpersonen vielleicht Imputs bekommen, wo unbemerktes Verbesserungspotential verborgen sein könnte.
Die Kinder waren eingeladen, bei jedem Punkt ein Kreuz zu setzte, je nachdem, ob sie mit der Aussage ganz, teilweise oder überhaupt nicht einverstanden waren.
Die eine dieser Aussagen lautete: "Ich darf in der Schule Fehler machen." Vier von elf Kindern haben ihr Kreuz in die Mitte gesetzt.
Ich kann noch nicht mehr dazu sagen, als dass mich das traurig macht. Und seit Stunden schiebe ich die Frage vor mir her, was denn eigentlich ein Fehler ist.
Vielleicht muss ich das erst einmal herausfinden – mithilfe der Kinder.
Sonntag, 2. Mai 2021
122/365 mit *
Seit Anfang Jahr trage ich mich mit dem Gedanken, dieses Post irgendwann zu schreiben. Erst dachte ich, falls es für mich bis dann noch aktuell wäre, würde ich es am 100. Tag schreiben. Doch jener Samstag war dann andersweitig besetzt. Ich verschob auf den 111. Tag und fand da gar keine Schreibzeit. Heute nun ist das erste Drittel des Jahres Geschichte und jetzt fehlt mir der Mut.
Worum es denn geht? Mit Zahlen hat es zu tun, mit Statistik – daher die Wahl eines schönzahligen Tages – mit Phantasiewelten, ausserdem aber auch mit jemanden von den regelmässigen LeserInnen hier, ich habe jedoch keine Ahnung, mit wem. Schreibe ich diese seltsame Geschichte, dann wird sich jemand erkannt fühlen, und das braucht Mut.
Dass ich Zahlen liebe, ihre Verbindungen, Muster, Bezüge, das ist kein Geheimnis. Daher wird es auch niemanden erstaunen, wenn ich erzähle, dass ich immer wieder in meine Blogstatistik schaue, mich freue an Zahlenzufällen, daran, dass es zum Beispiel zwei Stunden am Tag gibt, in denen kaum je LeserInnen aus der Schweiz zu Gast sind, darüber, wenn zwei Tage in Folge dieselben Seitenaufrufzahlen gezählt werden, ich versuche Durchschnittswerte zu schätzen und überprüfe sie dann mit der statistischen Berechnung... Dass da Menschen hinter den Zahlen stecken, weiss ich zwar, ist aber so voller undurchsichtiger Anonymität, dass ich mich gar nicht darum kümmere. Oder kaum. Wenn Orte aus der Nähe angezeigt werden, wird mir manchmal mulmig. Gleichzeitig weiss ich vom einzigen erfassten Menschen, den ich mit Sicherheit erkennen, dass der angezeigte Ort kaum Relevanz hat. Das bin nämlich ich selber, und da steht seit Anfang 2020 immer ein blaues "you" neben den Zahlen, der Ort wechselt jedoch willkürlich zwischen Zürich, Genf, Basel, unbekannten Orten und einem blossen Swizerland.
Als meine Geschichte begann, war es Sommer 2019. Die Ferien hatten eben begonnen. Datum, Orte, Ereignisse, Menschen liessen mich innehalten, zurückschauen, warfen ihre Lichter und Gefühle auf die Gegenwart. Es war ein ganzer Salat von Gefühlen, und so nannte ich dann auch den Text, den ich an diesem Morgen verfasste.
An jenem Tag wurden überdurchschnittlich viele Seitenaufrufe gezählt und ich suchte in der Statistik nach einer Erklärung dafür. Dabei markierte ich den Besuchereintrag, den ich für meinen eigenen hielt, mit einem *.
Die folgenden Tage sass ich an der Steuererklärung – die einzige Zahlenarbeit, die ich verabscheue – und lenkte mich immer wieder ab mit unmotiviertem Herumsurfen, auch in meiner Statistik. Da fiel mir ein *-Besuch auf, der nicht mein eigener sein konnte. Ich war ziemlich irritiert. Bestimmt ist so ein Statistikzähler ein fehleranfälliges Ding, dachte ich erst und beobachtete weiter.
Ich begann, nur noch nach dem * Ausschau zu halten. Sehr oft tauchte er genau dann auf, wenn auch ich die Seite aufrief. Dann gab es aber auch Besuchszeiten, in denen eine Übereinstimmung ausgeschlossen war. Ich ging in die Ferien ohne Zugriff auf die Statistik und dachte auch nicht weiter darüber nach. Nach den Ferien war der Stern noch immer da, und nun fiel mir auf, dass diese "Adresse" immer über jenen Post vom 29.6. die Windworteseite öffnete.
Damit war der Weg frei für meine Phantasie. Auf einmal war ich mir fast sicher, wer das ist: jemand, der in jenem Post mitgedacht war, ohne genannt zu werden. Die eingebildete Nähe jener Person freute mich, motivierte mich, und deren Leseverhalten nährte meinen an Sicherheit grenzenden Verdacht.
Bis letzte Weihnachten oder kurz danach: Da war der Stern verschwunden und kam nicht mehr zurück. Ich schüttelte die Enttäuschung ab wie den Schleier eines Traums nach dem Erwachen.
Naja. Und dann bemerkte ich ganz zufälligerweise irgendwann im Januar, dass es wieder/immer noch jemanden gibt, der über jene Seite eintritt. Das Gerät ist dasselbe, aber das Land hat gewechselt. Mitten in Deutschland scheint dieser Mensch nun zu leben und damit wurde sonnenklar, dass ich mich all die Monate getäuscht hatte, mich von kindlicher Einbildung genährt hatte.
Am liebsten hätte ich sofort nachgefragt und gewusst, wer denn dann hinter diesem * verborgen war und ist. Wenn diese Frage bis zum 100. Tag dieses Jahres immer noch aktuell ist für mich, dann werde ich dieses Post schreiben, nahm ich mir vor...
Vorhin habe ich die Statistik nochmal geöffnet. Da steht beim *: United States. :)
Entweder verliere ich nun eine(n) treue(n) Leser(in), (Was mir sehr leid täte) oder aber ich lerne eine(n) kennen. Falls ersteres der Fall sein sollte, so möchte ich danke sagen für die Begleitung und mich entschuldigen dafür, dass diese Geschichte heute sosehr erschreckt hat.
Vielleicht bleibt auch alles beim alten, was ja auch ok wäre.
Ich bin froh, habe ich es nun losgeschrieben. Der Klick auf
Samstag, 1. Mai 2021
121/365 Grün
Endlich! Jetzt ist es da, das satte, helle Frühlingsgrün. Die Akkustik der Natur hat sich verändert, ist grösser, einladender geworden. Die Luft ist weich und anschmiegsam. Das Gras auf der Wiese ist in den vergangenen 72 Stunden bestimmt 10 cm oder mehr gewachsen. Meine Kamera ist in der Schule, sonst hätte ich versucht, eines dieser Lieblingsbilder zu konservieren: Einen Halm, an dem die Regentropfen aufgereiht sind wie glitzrige Perlen oder geschliffene Kristalle.
Regengrün ist die Farbe der Erleichterung.















