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Mittwoch, 31. Januar 2018

Inselgruss

Jahrelang war der Mittwoch mein Inseltag, unterrichtsfrei, reserviert für die Begegnung mit mir durch den Dialog mit Menschen, mit dem Wald, mit Büchern.... Mittwoch war irgendwie mein Sonntag, und ich liebte ihn, konnte mir nicht vorstellen, ihn irgendwann herzugeben. Doch vor eineinhalb Jahren waren Pensen und Stundenpläne so kompliziert verwoben, dass es nicht anders ging, und seither ist mein Mittwoch ersatzlos aus dem Alltag verschwunden.
Diese Woche nun hat meine Stellenpartnerin um Stundenabtausch gebeten, und der liess sich so organisieren, dass ich heute Mittwoch habe. So wundervoll mittwochig ist mein Gefühl, auch wenn ich im Haushalt viel nachzuarbeiten habe. Ich lausche mit Mittwochsohren und beobachte mit Mittwochsaugen und fühle Mittwochswege. Und die Bauchschmerzen vor dem Elterngespräch heute abend sind verflogen, weil Mittwochsenergie sie in Mut und Klarheit verwandelt hat. 
Ich habe nicht gewusst, dass diese Inselkraft so tief und abrufbar in mir verwurzelt ist.
Mittwochsgeschenk. Danke.

Dienstag, 30. Januar 2018

...

Am Rande des Denkens, dort, wo das Ahnen im Mondlicht leuchtet und der Traum seine Flügel ausbreitet – begegnen wir uns dort?

Sonntag, 28. Januar 2018

Verwunderung

 
Manchmal bewundere ich die Menschen, welche immer Antworten haben, die so klar sind und sicher, dass sie andere mitnehmen, lehren, motivieren, überzeugen können. Ich selber bin voller Fragen, und selbst dann, wenn ich Klarheit spüre tief innen, zieht sich diese einen Frageschleier über, wenn sie nach draussen gehen will. Vielleicht liegt es daran, dass Worte immer nur ein fades Abbild sein können von dem, was sie sagen sollten? Vielleicht weil das Geheimnisvolle so mitschweben kann? Ich liebe es, mit Menschen zusammen zu sein, welche mit mir den Fragen lauschen, wie man einem Vogel in der Dämmerung lauscht. Nie fühlt sich meine Seele weiter, als wenn im Dialog ein staunendens "ich weiss es nicht" der Grenzenlosigkeit Raum gibt. 

Weinst du?

Freitag, 26. Januar 2018

Lückenwert

Nicht nur Computer werden immer leistungsstärker. Zahnfeen tun es auch. Unglaublich, was die heute manchmal im Gepäck haben. Arme Kinder.

Mittwoch, 24. Januar 2018

...


Geh nur, ich lass dich ziehen, geh deinen Weg, folge dem Rufen, das dich weckt. Nur eines möchte ich dich bitten: gestatte mir, an dich zu denken, wenn zart und duftend die Rose ihr Geheimnis den Steinen anvertraut. Versage mir nicht die stille Freude, wenn ich deinen Namen meine zu vernehmen. Lass es zu, dass meine Lippen ihn leise formen, wie einen Segen für deinen Weg – und meinen.

Dienstag, 23. Januar 2018

WeGeh

Zur Zeit schlafen zumindest alle sechs zu Hause, einmal Semsterferien, einmal Semersterprüfungsvorbereitungen. Umstände halt, praktisch – und auch schön, aber sehr unverbindlich. Eine Tochter hat sich abgemeldet fürs Abendessen. Theatergeneralprobe. Ich stehe in der Küche, rechne: Kartoffeln für sechs. Ob 1,5 kg reichen? Da klingelt eine Nachricht: "Komme heute nicht zum Essen". -1. Kurz darauf huscht eine aus dem Haus – Klavierstunde, "müsst nicht warten mit dem Essen, ich habe schon was gegessen, brauche nichts mehr." -2. Ich schnipsle Gemüse. Wo bleibt eigentlich der 10.-Klässler? Sollte der um diese Zeit nicht längst...? Oder habe ich was verpasst? Training, Probe, oder er das Tram? Kurzes Nachfragen, prompte Antwort. "Sorry, habe vergessen, es zu melden. Bin bei meiner Freundin, esse hier." -3. Irgendwann, die Kartoffeln sind gar, die nächste Mitteilung: "Es geht mir wieder gut. Ich lerne noch zwei Stunden mit einem Kollegen." -4.
Die Jüngste und ich setzen uns an den Tisch. Übrig geblieben – wir, und eine ganze Schüssel Kartoffeln.

Sonntag, 21. Januar 2018

Nächtebuch

Der nächste Windstoss kommt in Form einer Nachricht: Die Schulkameradin einer Tochterfreundin ist beim Skifahren im Tiefschnee tödlich verunglückt.
Punkt.
Ende.
Heute sie. Morgen – Machen wir uns nichts vor. Morgen kann ich es sein, oder du. Jede und jeder. Dann ist alles, was in die Zukunft verschoben, geträumt, geplant und erhofft war, vorbei, aufgelöst im Nichts. Bilanz? Die Summe der gelebten Momente, der mutigen, der bejahten, aber auch der verpassten, der abgelehnten, der ängstlichen. Die hinterlassenen Spuren. Die hellen, und die verletzenden. 
Konkret? 
Ich liege unter Schneemassen und siehe den Film der letzten Jahre an mir vorbei ziehen. Diese Fahrt in die immer grösser werdende Einsamkeit. Gut, da ist die Mutter, welche alleine ist mit den Kindern, da ist die Lehrerin. Die beiden geben alles, bis an die Grenze und darüber hinaus. Aber sonst? Die Frau? Die Freundin? Die Gesprächspartnerin? Die Nachbarin? Zähle die Gespräche am Gartenzaun! Jene am Telefon! Die bei einer Tasse Tee! Versuche dich an freie Abende zu erinnern, die du mit einem lieben Menschen verbracht hast ausserhalb deiner vier Wände. Versuche zu rekonstruieren, wann du jemandem zugehört hast – nicht als Lehrerin, nicht als Mutter – zugewandt, verstehend, freundschaftlich. Überlege, wann du jemandem etwas von Herzen geschenkt hast. Zähle die privaten Mails im Postausgang. Vereine die tiefen, heilsamen Gespräche, für die du nicht bezahlt hast. Spürst du die Nullen, die leeren Hände, die Angst und Erschöpfung, die dich hundertfach haben Rückzieher machen lassen? Merkst du, wie du der FrauWind das Privileg übergeben hast, hie und da zu sprechen, nur um gesprochenes verwehen zu lassen? Erstaunt es dich da, dass du nur von sieben der zig Briefe, die du verschickt hast, weisst, dass sie angekommen sind? Erstaunt es dich, dass deine Angst Türen schliesst? Erstaunt es dich, dass deine Sehnsucht nach Stille dich einsam macht? Erstaunt es dich, dass deine Anziehung durch die Tiefe die anderen überfordert? 

Wenn ich es morgen bin, werde ich mein Leben gelebt haben?

Heute gefunden am Grab

Samstag, 20. Januar 2018

Wirbel

Es scheint für mich keine Alternative zu geben. Dieses Wenn und Wäre und Warum und Wohin, diese W-Stürme wirbeln vorbei an Erinnerungen, an Fragen, an Zukunftsängsten, reissen weg, wo scheinbarer Halt Sirenenlieder spielt, lassen zersplittern, was aussah wie starke Äste, treiben verwirrende Nebel über Blicke in eine Zukunft, die es nicht gibt, höchstens als Wunsch oder Angst oder Plan – sonst nicht! jault der Sturm und zwingt weiter zu tanzen. Und irgendwann, wenn die Augen müde, die Fäuste klamm und die Stimme matt geworden sind, werden die Kreise kleiner, der Kampf lässt nach, es bleibt der eine Punkt, auf dem die Ruhe Gastgeberin ist. Hier, nur hier und jetzt ist Spielraum, Keimraum, Leben.
Und hier ist dann zum Beispiel dieser windige Platz an einer Haltestelle, das Schlusslicht des verpassten Anschlusses, die erste von dreissig Warteminuten, die vollen Einkaufstaschen, das Angebot, dem Ärger das Feld zu überlassen oder ihn ziehen zu lassen und einfach zu lächeln, dankbar zu sein, dass es ein nächstes Tram geben wird, dass die Familie satt werden wird am Wochenende, dass die Kaputze so gut schützt und wärmt. Zum Beispiel.

Diesen Stu(m/r?)mgruss fand ich heute auf der Fussmatte, als ich am Mittag das Haus verliess. 
Keiner weiss was, aber die plausiblen Erklärungsfantasien sind zahlreich 
und das Lächeln über die Mutter mildsüsslich.

Freitag, 19. Januar 2018

Zweifel

Was aber, wenn alles nur ein Traum ist, wenn das ganze Leben Wirklichkeit vorgaukelt, obwohl es in Wahrheit nichts ist als ein Konstrukt? Was, wenn es "in Wahrheit" gar nicht gibt? Und was, wenn der Boden unter den Füssen nur eine dünne Schicht Illusion ist? Was, wenn am Schluss nur Leere bleibt, unendliche Leere, Nichts? Was, wennn das Streben nach Sicherheit die eigentliche Schöpferkraft ist? Was, wenn nicht?



Todo-Liste nach 5 Tagen

Mittwoch, 17. Januar 2018

Momente



Staunen darüber, wie sie staunen.

Und sonst?

Auf der Suche nach Worten komme ich mir vor wie eine Irrende, welche auf dem gefrorenen Winterfeld an kahlen Baumrippen nach reifen Früchten sucht. Schweigen ist dann Hunger. Und meine Spuren Schriftzeichen der Sehnsucht.

Montag, 15. Januar 2018

Salvia

Wie gut, dass im Garten Salbei wächst und im Küchenschrank Honig steht.
Die samtenen Blätter sind heute überzogen von winzig kleinen, gefrorenen Kristallen. Komm zur Ruhe, tu dir was Gutes, steht da geschrieben weiss auf grün.

Samstag, 13. Januar 2018

...

Es sieht schon fast aus wie Frühling.
Es riecht schon fast wie Frühling.
Es klingt schon fast wie Frühling.
Aber es ist kalt – und mitten im Januar!


Freitag, 12. Januar 2018

to the moon and back

Der 12. Januar 2011 war der einzige ganze Tag in Valentinas kurzem Leben. Viele mögen sich erinnern.
Ihre Mutter hat heute diese Lied eingestellt, und ich erlaube mir, es hier auch zu tun, zusammen mit dem Text, welcher auf der Seite von Coby Grant, der Sängerin, zu diesem Video steht.





This is a song I wrote for a family who lost their newborn son. He was stillborn. Below is the story of how this song came to be, but I want to say that for me, it was an incredible honour to be asked to write it. I can't fully express with words what an emotional journey it has been, but I do know that it is one of the most significant songs of my entire songwriting career.

In late 2016, I sang at a couple's wedding. It was one of the most beautiful weddings, simply because I could feel the love in the room - between the couple, their friends, their families. Sometimes there is just magic. The glowing bride was also pregnant. In December of that year, I received a message from the father of the groom (who is the one who originally found me and asked me to sing at the wedding), to let me know that their child, his grandson, was stillborn. Also to let me know that my own music was providing a comforting soundtrack during this difficult and heartbreaking time.

As a huge lover of music, he told me that he wanted to write a song for his Grandson, to give to his son and daughter in law, to capture the love they all felt for this child and to honour his memory. He asked me if I could help him write this song. With a heavy heart, I of course said yes.

Over the next few months, the Grandpa sent me pages of thoughts, poetry, words and feelings. I was inspired by those words. I also drew inspiration from my own friends who have lost children, whether that be from SIDS, stillbirth, or even later in life in other tragic circumstances. Anyway, we really wrote this song together.

It was then produced and recorded in Holland, with my long time friend and collaborator Jack van de Ven. The musicians who performed on my previous album worked their magic and made the song what it is. I recorded my vocals in Australia, so it was very much an international project. The Grandpa also asked Jack and I to perform and record a second song, Here For You, written by a close family friend, Anneke Roobol, which is also part of this release.

The songs were then packaged together into a Winterbear CD that the Grandpa gave to his son and daughter in law. As you can imagine, it was quite overwhelming for them. They were and are extremely touched and grateful for the incredible gift he gave. When I was last in Holland, I performed the song live for the family in an intimate house concert. It was, by a long shot, the hardest thing I've ever had to do, but also the most beautiful and moving moment I have ever had the honour to be apart of. They told me that they listen to Winterbear every day and that it brings them peace and comfort.

The song was only meant to be for them, but as time went on, it became bigger than that and we decided to film this video and release the song into the world. We all hope that it will touch other people who have lost their children. That it might bring a small amount of hope or peace in the face of this kind of loss.

I'm really proud of myself and of the entire team behind this project. For me, music was always about human connection. The ability to touch people, to bring them together through joy, love, heartache, forgiveness or pain. Music is the language we all understand and I feel very lucky to have it as such a huge part of my life.

Thank you to this family who let my music into their hearts.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Indikator 2

Woran ich merke, dass ich alt werde: Wenn es in der Klasse Kinder gibt, die nicht mehr wissen, was ein Bügeleisen ist.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Indikator

Woran ich merke, dass ich müde bin: Wenn ich auf dem Schulzimmerboden unter der Fensterbank einschlafe. (Nein, nicht während des Unterrichts, wie die Tochterr gemeint hatte!)

Montag, 8. Januar 2018

GrauGlück


Es kann eine echte Herausforderung sein, an Tagen, die nicht richtig wach werden wollen und einfach unter ihrer dicken, grauen Decke stecken bleiben, die Verbindung zum Licht, die Freude am Kleinen und das Staunen über Unscheinbares wach zu halten. Ein Detail heute, das mir vielfach begegnet ist: das bewusste Schreiben des Datums, dessen Spiegeleigenschaft nur an einem einzigen Tag im Jahr spielt. 8.1.18. Zahnlücken gehören heute auch dazu, die Wärme des Laminiergerätes und die Hilfsbereitschaft einer Kollegin, das Knistern der gefallenen Weihnachtsbaumnadeln im Feuer und die freudliche Frage des Tramführes, ob es warm genug sei im Wagen. Und jetzt gerade staune ich, was mir alles in den Sinn kommt, wenn ich darüber nachzudenken beginne. Alltagsglück, trotz Graustufen ringsum.

Sonntag, 7. Januar 2018

ui

Informieren ernüchtert. Dabei wollte ich bloss etwas mehr wissen über die Gegend, die mir meine Agenda zugelost hat. Das ist wohl kein Wanderland für meine Konstitution. Aussicht scheint sich erst zu bieten am Ziel von Touren, die als "schwierig" taxiert werden. Bleiben die Wege an den Ufern von Bachläufen. 
Doch vorerst steht auf meinen Wegweisern eh "Schulbeginn, 11 Stunden", "Elterngespräche, 21 Tage" und dann, etwas längerfristig "Fasnacht". Kann gut sein, dass mein WindWortEmpfang dadurch beeinträchtigt sein wird, obwohl ich mir wünschte, es wäre nicht so.
Nun räume ich den Weihnachtsbaum, und dann ist etwas zu Ende, was ich erst im Rückfühlen als dieses "Etwas" wahrnehme. 


Samstag, 6. Januar 2018

Strassenkunst

Da kam der Sturm, legte einen Ast auf die Strasse, genau dort in die Kurve, wo ihn die Autofahrer erst im letzten Moment sehen können, dann weichte der Dauerregen das angeschlagene Holz auf, es wurde platt gewalzt und platter, Stunde um Stunde. 
Mich hat es sehr berührt, dieses Bild auf dem Boden mit seinen Zufällen und wie es den ganzen Baum in sich trägt und die Steine zu Blüten und Flocken macht.


Freitag, 5. Januar 2018

Planer

Dieses Mal war ich zu spät. Als ich meine Agenda in meinem Lieblingsladen kaufen wollte, war sie so gut wie ausverkauft. Daher habe ich sie diesmal online bestellt und erstmals das ganze Sortiment zur Auswahl gehabt, was die Entscheidung nicht einfacher gemacht hat.

Die Agenda, der ich nun seit vier Jahren treu bin, wird in einem Atelier hergestellt, in welchem Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung einen geschützten Arbeitsplatz finden. Dabei werden die Buchdeckel und -rücken mit verschiedenen Papiersorten eingefasst. 
Nach langem Hin und Her (ich tue mich mit solchen Dingen immer extrem schwer, und das eine Design trug den Produktenamen "Sünneli") entschied ich mich für das Modell, welches mit einem Stück Schweizer Wanderkarte eingefasst wird. Lange sass ich vor dem Bestellformular und rang mit mir, ob ich bei "Mitteilung" den Wunsch anfügen sollte, es möge ein Kartenausschnitt aus meiner Sommerbergheimat sein. Doch dann siegte die Neugierde und es blieb bei frohen Neujahrsgrüssen. Ich könnte mir ja vornehmen, den Ort auf dem Kartenausschnitt irgendwann in diesem Jahr zu bereisen, einen neuen Winkel des Landes kennen zu lernen, nahm ich mir vor.

Entsprechend gespannt öffnete ich daher heute abend den Umschlag mit dem Firmenabsender. Mein erster Gedanke war: Ui, steil! 


 Und der zweite: Romanisch. 


Und dann las ich mich durch fremd und wohlklingende Namen, freute mich, dass im inneren Umschlag sogar ein Bergsee grüsst


und bin nun gespannt auf die Wege, auf welche mich die neue Agenda begleiten wird und ob ich den Mut haben werde, ihre Zufallseinladung anzunehmen.

Hier gibt es Details....

Donnerstag, 4. Januar 2018

...

Heute scheint alles gesagt zu sein. Den Rest bette ich sachte in windgeschützte Winkel, die stürmische Nacht wird das Schlaflied singen. Ich verstehe dich nicht, wirst du träumen und lächeln. Die Bäume werden mit ihren Kronen nicken. Hörst du?

Mittwoch, 3. Januar 2018

Blau lieben

und das Ziehen 

 und den Regen

und das Verbundensein

 und die Kraft

Dienstag, 2. Januar 2018

Vollmond

über dem Grab. 
Einmal mit



und einmal ohne 


Blitzlicht. 

Manchmal spreche ich mit dir wie mit einer Einheit ausserhalb der Zeit. Wenn ich Sehnsucht spüre in deiner Gegenwart, dann ist es die Sehnsucht nach der Fülle des Lebens, die Sehnsucht nach jenen Momenten, in denen die Fragen sich auflösen, die Kleinlichkeiten zerbröseln, das Enge ertrinkt im Meer des Lächelns. Es ist die Sehnsucht nach jenem Blau zwischen Tag und Nacht, welches deine Augen mich sehen gelehrt haben. Manchmal, wenn ich mit dir sprechen, habe ich Flügel.

Montag, 1. Januar 2018

Glück und Segen

In der grauen Abenddämmerung alleine auf dem offenen, weiten Feld stehen, den Sturmwind im Rücken, mit dem ganzen Gewicht hineinlehnen in seine Böen wie gegen eine bewegte Wand, den Boden spüren, hören, wie die ganze wahrnehmbare Umgebung erfüllt ist von Jaulen und Brausen, das Prasseln des waagrecht peitschenden Regens von hinten spüren, winzig klein sein darin und doch erfüllt von diesem unbeschreiblichen Glück, das so fein ist wie ein leises Säuseln und gleichzeitig Alles erfüllt, was in dem Moment Leben ist. Neujahrsgeschenk.