Geschafft. Hundert letzte Abschiede mit Händedruck oder Umarmung besiegelt. Schränke und Regale resp. meine Fächer darin geleert. Aufgaben übergeben. Formalitäten erledigt. Säckeweise Material nach hause geschleppt und noch nicht ausgeräumt. An Apéros, Grillabenden, Frühstücken und Pausengebäckorgien ohne nennenswerte Komplikationen teilgenommen. In Feriendestinationsaustauschrunden die ganze Erde bereist. Geschenke in Empfang genommen. Sinnend in Türrahmen gestanden und zum letzten mal zurück in Räume geblickt. Und dann, ganz zum Schluss, den letzten Schlüssel vom Bund gelöst, das Lehrerzimmer damit aufgeschlossen, den Schlüssel auf die vorbereitete Karte geklebt, in den Umschlag gesteckt, auf den Tisch gelegt und für die letzte Aufgabe Hilfe gesucht: Lehrerzimmer wieder abschliessen.
Keine Träne geweint. Da war keine. In keinen Jubel ausgebrochen. Da ist keiner.
Bloss meine Augen sind plötzlich so neusichtig – als wäre ich in den letzten Wochen mit einer dunklen Schutzbrille durch den häuslichen Alltag gehuscht: Das möchte keiner wissen, was ich sehe an putz- und aufräumbedrüftigen Winkeln und Ablageflächen. Und hinter mir wispert die Steuererklärung: "Das ist jetzt meine Zeit!"














