wem sagen
und was?
Manchmal liegt in der Trauer auch die Erinnerung an die Kraft des Schreibens. Wie heilsam hat sie mich begleitet, getragen, geformt!
Und jetzt?
Ist jetzt einfach jetzt und jene Kraft gehört da nicht dazu?
Hat die Angst sie verschlungen?
Oder bindet der Alltag sie zusehr an sich, die tägliche Aufgabe, Stunde um Stunde, Begegnung um Begegnung? Ist dieses "zusehr" ein Ausdruck meines Widerstandes?
Wo aber ist die speisende Quelle, mit welcher mich das Schreiben verbunden hat?
Wo ist ihr Murmeln und ihre Klarheit?
Wo ist das warme Wehen, welches mir das Aussprechen ihres Namens geschenkt hat?
Wo ist mein Mut versandet, einfach zu versuchen, einfach mich dem Fliessen hinzugeben?
Wo ist die Bereitschaft geblieben, ein Risiko einzugehen, welches das Scheitern als Möglichkeit in sich trägt?
Und wo, wo soll mein Schweigen gehört werden?
Oder ist es besser zu schweigen, weil alles gesagt ist?
auch das...