Noch immer berührt es mich jedes Mal, wenn ich von der Ankunft eines neuen Menschen höre, von einer Geburt erfahre. Wenn es dann, ganz selten einmal, geschieht, dass diese Meldung ergänzt wird durch den Verweis auf ein Zusatzchromosom, dieses eine eben, dann trifft mich ein Wärme-Lichtstrahl mitten hinein.
Gestern und heute ist dies gleich zweimal geschehen. Der kleine Junge ist vor drei Wochen, das Mädchen vor einer geboren worden. Es zieht mich förmlich hinüber in jene Parallelwelt, die eingebettet in den normalen Alltag junge Eltern umgibt, wenn sie erleben, wie auf einmal ein Erdbeben ihre geordneten, geplanten Konzepte erschüttert und irgendwann nichts übrig lässt als die nackte, unfassbare Liebe zu diesem Wesen, das sich da einnistet in ihrem Leben, in ihren Herzen und sie mitnimmt auf eine Abenteuerreise voller Ungewissheit und Mut.
Die Mutter des Jungen heisst Mirjam.




