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Samstag, 16. April 2016

Zeitungsschnipsel

Es gibt in einem Jahrhundert genau neun Daten, welche nach dem Schema  X.X.X2 (T.M.JJ) gebildet sind: Vom 1.1.01, 2.2.04 bis zum 9.9.81. Bei 36525 Tagen ist das ziemlich wenig.

Wenn sich nun ein Mensch zwei von diesen Tagen zu seinen Lebenseckdaten macht, dann mutet das an wie ein Sechser im Lotto, auch wenn er davon nichts hat, ausser vielleicht die Gnade, von guten Gedanken einiger Blogleserinnen auf seinem Jenseitsweg berührt zu werden.


 

Das musste heute, am 16.4. einfach sein. Die Anzeige liegt seit Tagen auf meinem Schreibtisch und wartet auf ein Zeitfenster, und eigentlich habe ich auch heute anderes zu tun, als hier nach der Hochstellung von Zahlen zu forschen... Morgen, am 9. Geburtstag der jüngsten Schwester, feiern wir die Jugendfeier des jüngsten Bruders.  

Herausforderung auf mehreren Ebenen, das nur am Rand.

Donnerstag, 14. April 2016

Rück-meldung

Die Herausforderung liegt in der Überwindung der Verdoppelung.
Denn selten hat eine (Vorgesetzten-) Rückmeldung mehr verunsichert als diese:
"Du musst lernen, sicherer aufzutreten."

Rückenstärkung rückt ins Licht zurück...

Montag, 11. April 2016

merk-würdig!

Der Drittklässler ruft über die Gleise hinweg von Haltestelle stadtwärts zu Haltestelle heimwärts:

"FrauWind! Haben sie gemerkt? Es riecht nach Gewitter, nach Wind, nach Pflanzen, nach Wärme, nach Erde! Einfach nach Frühling!!!"

Sonntag, 10. April 2016

sonntäglicher Pausenschnipsel

Vermutlich wird es still sein hier in nächster Zeit.
Ich empfinde die anstehenden Aufgaben, Termine und Pflichten in jeder Hinsicht als unglaublich dicht und herausfordernd, muss Sorge tragen zu meinen Kräften und zu den Menschen, die mir anvertraut sind.
Vielleicht trägt der Wind hie und da eine Wortwolke ins Blickfeld.
Ich übe, das Befüllen der Waschmaschine, die Wartezeiten aufs Tram, den Blick aus dem Fenster, wenn ich ihn vom Schreibtisch hebe, die zehn Minuten im leeren Unterrichtszimmer, bevor der erste Schüler kommt... als Pausen zu erleben und zu leben.
Und ich übe zu verstehen, dass das Leben mir genau das zumutet, was ich jetzt brauche.

Mittwoch, 6. April 2016

Blickfeldkraft

Es scheint zwecklos, verstehen zu wollen.

Da ist diese Kraft,
die grenzenlos wirkt, unbegreifliche Wunder vollbringt,
still, unscheinbar,
und doch mit der Energie einer Explosion.



Ich gehe durch den Wald und versuche mich hinaus und hinein zu lehnen
in diesen Aufbruch des Frühlings,
in dieses Geschehen,
welches sich scheinbar unabhängig von all unseren kleinen und grossen persönlichen Geschichten ereignet,
lasse mich erfassen vor der Zartheit, mit welcher der Wald sein helles Grün um den weissen Traum seiner Dornenensträucher legt, 



übe zu erahnen,
dass die Knospe aufbrechend ihre Bestimmung lebt 



und ringe um die Bereitschaft,
diese Energie hineinfliessen zu lassen in die Räume in mir,
die sich bilden,
wenn die Endlichkeit sich ins Bewusstsein drängt und Loslassen fordert, 



wenn die Ungewissheit
Sicherheit als Illusion entlarvt,



wenn die Dankbarkeit schmerzt 

...

und die Angst – dem Futter suchenden Specht gleich – zu pochen beginnt.



Möge es geschehen,
dass das, was in der weiten Grösse wirkt,
auch das nahe Kleine erfasst und verwandelt
in Schöpfungskraft – und Vertrauen.

Ich habe heute das erste vierblättrige Kleeblatt dieses Jahres gefunden – nicht gesucht,
den Kuckuck rufen gehört
und diese Blume im dürren Laub entdeckt,



und ich habe hinaufgeschaut in die Äste,
welche ich letztes Jahr beim Spiel mit dem Sommerwind beobachtet und gefilmt hatte.



Und wieder zogen Wolken durch mein beschränktes Blickfeld, traten ein, verschwanden.

Es ist zwecklos, verstehen zu wollen.

Sonntag, 3. April 2016

erste Male

Die letzte Position auf der Ferien-to-do-Liste ist nun auch gestrichen.
Eben habe ich etwas zum ersten Mal in meinem Leben getan.
Und ich weiss gar nicht so recht, wie ich mich nun fühle. Adrenalin beruhigt sich langsam, Freude lugt ums Eck, traut sich aber noch nicht richtig, die Angst wird sich wohl nie ganz zurückziehen bis alles vorbei ist, und die Sorge, etwas falsch gemacht zu haben, hält den Stolz in Schach.

Flugtickets habe ich gebucht für mich und die jüngste Tochter!

Doch morgen beginnt nun erst einmal ein 13 wöchiges Monsterquartal. Mit sicherem Boden unter den Füssen.
Puh!

Freitag, 1. April 2016

...

Den heutigen Vormittag habe ich wie alle vorangegangenen dieser Woche in der Schule mit Vorbereiten verbracht. Um 11 Uhr kam der Anruf von zu Hause: Der Kühlschrank ist ausgestiegen. Meine Ferndiagnosen und Behandlungsvorschläge fruchteten nicht und eine Stunde später reiste ich mit einem mulmigen Gefühl im Magen, jenes, welches mich sehr oft begleitet, wenn es um diese materiellen Dinge geht, nach Hause. Was, wenn...? Wie dann?

Noch in den Strassenschuhen eilte ich in die Küche, öffnete die Tür des Patienten und wurde gleichzeitig aus dem "Hinterhalt" überwältigt von einem fröhlich lachenden "April, April!".

Tochterglück!