Das Glück dieses Tages ist unsichtbar und macht sichtbar, womit die Wolken heute die Erde beschenkt haben. Für kurze Minuten riss die dunkle Decke auf und zog meinen staunenden Seufzer blau gebannt himmelwärts.
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Dienstag, 26. April 2016
Montag, 25. April 2016
keimhaft
Mein heutiges Glück ist grün und unscheinbar.
Doch es liegt in ihm das Wunder einer künftigen Sonnenblume.
Sonntag, 24. April 2016
April
Kälte kriecht die Beine hoch.
Unversuchtes rüttelt am Mut.
Flocken unterhalten sich mit Blütenblättern
im gemeinsamen Fall.
Verpasstes öffnet Trauerräume.
Amsellied buchstabiert "trotzdem".
Risse bluten und schmerzen.
Die Aufgaben von morgen wollen
auf unbeschriebenen Blättern entdeckt werden.
Glücksforscher schreiben mich ab
und schütteln die Köpfe.
Einsamkeit liest Schattengedichte
und nickt.
Träume verdursten fast unbemerkt.
Im Abschiedsbrief steht:
selber Schuld.
Unversuchtes rüttelt am Mut.
Flocken unterhalten sich mit Blütenblättern
im gemeinsamen Fall.
Verpasstes öffnet Trauerräume.
Amsellied buchstabiert "trotzdem".
Risse bluten und schmerzen.
Die Aufgaben von morgen wollen
auf unbeschriebenen Blättern entdeckt werden.
Glücksforscher schreiben mich ab
und schütteln die Köpfe.
Einsamkeit liest Schattengedichte
und nickt.
Träume verdursten fast unbemerkt.
Im Abschiedsbrief steht:
selber Schuld.
Samstag, 23. April 2016
Knochenarbeit
Heute hatte ich Eltern-Putzdienst an der Schule.
Unter anderem durfte ich im Klassenzimmer der 8. Klasse arbeiten.
Dort stand an der Tafel "Anatomie"
und neben der Türe dieser kecke Kerl.
Wir haben uns prächtig unterhalten
über Pubertät, Vergänglichkeit und Humor.
Saubere Sache!
Freitag, 22. April 2016
Dienstliches am Freitag
Zeitverbringungen, die ich mir nicht aussuchen würde:
Zwei Stunden lang mit Technikern von Swisscom am Telefon verbringen, mit ihrer Hilfe zuerst versuchen, das E-Mail-Programm zu reparieren, zu merken, wie auch sie an ihre Grenzen kommen, schliesslich doch einen Techniker bestellen, weitergeleitet werden an eine zweite Fachperson, mit ihr das nicht mehr funktionierende Festnetz untersuchen, Stecker ziehen, Batterien entfernen, im Menu nach nie gesuchten geschweige denn gefundenen Begriffen suchen, Tasten drücken, Neustarte probieren, noch einmal und nocheinmal, nicht vorhandene Summtöne rapportieren, 20 Sekunden warten, Taste drücken, zwei Minten warten, wieder Stecker ziehen, Cods eingeben. Hier nach einer Stunde endlich das erlösende Zeichen, ein Dank, ein Gruss, ein Seufzer, wenige Sekunden später gibt der heiss gelaufene Handyakku seinen Geist auf.
Meiner kriegt die Erlaubnis dafür nicht, obwohl ihm auch danach ist.
Mittwoch, 20. April 2016
Sonntag, 17. April 2016
17. April
Als ich letzten Donnerstag den Tulpenstrauss für Mirjams Geburtstag kaufte, wählte ich einen, bei dem die Knospen noch grün und verschlossen waren. Nur einzelne zeigten schon den Ansatz ihrer Blütenfarbe. Ich hatte mich für Lila entschieden.
Heute früh nun stellte ich einen ganz besonderen Strauss auf den Tisch des Geburtstagskindes, einen, der passender und selbstredender nicht sein könnte.
Zwischen den neun lilafarbenen Blumen
hat sich eine sonnenfarbene versteckt.
...
Zur Geburtsstunde spazierten wir zum Grab, brachten unsere Kerzengrüsse, erzählten uns Erinnerungen, die "Kinder" erinnerten sich an ihre eigenen neunten Geburtstage, daran, wie gross sie sich damals schon fühlten...
und ich fühlte hinein in das Geheimnis des Mutterwerdens, in die Erinnerung an diese Geburtsstunde, die so schwer, so aufwühlend und erfahrungssprengend war und in mein Leben einen Impuls gebar, der von keinem Grab gestoppt werden kann.
Es berührt mich sehr, nach dem langen Festtag nun hier zu spüren, wie viele Menschen diesen Tag als Mirjams Geburtstag im Bewusstsein haben, ein Zeichen senden, wie im Blog nebenan viele, viele Besuche gezählt werden.
Still sage ich danke und gute Nacht und forme zum hunderttausendsten Mal ihren Namen mit der Wärme meines Herzens, hinein, hinaus, dem Wind zur Nahrung.
Wehen.
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