Worauf ich mich zum Beispiel freue
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Dienstag, 11. Juli 2017
Montag, 10. Juli 2017
Sonntag, 9. Juli 2017
Freitag, 7. Juli 2017
Nostalgie
Es war jetzt auch die Zeit, da die Klassen der eigenen Kinder Lehrer
verabschiedeten, Abschlussfeste organisierten und dafür Bildershows
zusammenstellten. Die Bitte: "Kann ich ein Foto von früher haben?" führte
daher immer wieder in still gelegte Archive. Wir schmunzelten dann
zusammen, staunten über die Veränderungen, und manchmal schluckte ich,
wenn die Wehmut sich meldete. Wie unwirklich manches wirkt, als wäre es
die Erinnerung an einen Traum.
Ende 2006
Witzigerweise ist der mittlere Bruder, welcher heute fotografiert, aus dem Bild geschlüpft und nur duch den Schwesternblick erkennbar.
Heute nun ist die auch bald volljährige Tochter am Aufräumen und kommt mit dieser Karte, welche ihr der älteste Bruder zum 4. Geburtstag geschrieben hat. Als hätte er damals schon gewusst, dass sie beide einst vom Segeln fasziniert sein würden.
Berührend finde ich auch Nachstellungen wie diese, welche die 9. Klasse zum Abschluss gestaltet hat. Kurze 10 Jahre liegen zwischen den Bildern.
Donnerstag, 6. Juli 2017
zu heiss
... und wieder die Sirene im Dorf.
Letzte Woche verstummte sie in unserer Strasse. Gestern habe ich erfahren, dass da ein Nachbar verstorben ist.
Und während ich dies am schreiben bin, ruft mich der Sohn in sein Dachzimmer mit Blick über das Tal.
Diesmal ist es die Feuerwehr.
etwas später
Es tut weh. Wieder trifft es die Bauern. Man kennt die Bauern im Dorf. Jedes Klimaextrem trifft sie zuerst und existenziell. Heute ist es 35° – ohne Feuer!
Mittwoch, 5. Juli 2017
stumm
Was gäbe es denn hier zu öffnen?
Meine Angst, einen Fehler gemacht zu haben? Lektion im Stillen.
Das Erschrecken über das ständig leere Haus? Natürliche Entwicklung bei gegebenen Umständen.
Das Gewahrwerden der Trauer beim Blick zurück auf sovieles, was unwiderruflich Vergangenheit ist? Solange da Schuldgefühle mitwirbelen, würde öffentliche Verwortung bloss ungesund vervielfachen.
Die nicht mehr vorhandene Energie, weil soviel davon in die Steuererklärung fliesst? Ich liebe doch eigentlich Zahlen.
Die Übung, trotz allem im Hier und Jetzt zu bleiben? Können andere besser formulieren.
Es scheint eine logische Konsequenz des pausenlosen Berufsalltages zu sein, dass die subtileren Schichten sich zu Wort melden, wenn Ferien ihnen den Raum geben. Heimkino im Kopf, Eintritt frei(willig), Nichteintritt bloss nachts.
Samstag, 1. Juli 2017
Ferienanfang
So gross sind sie nun schon, dass ich am ersten Ferientag, nachdem ich die Hecke geschnitten habe, spontan entscheide: "Ich bin dann heute mal weg!" und Haus samt Kühlschrank ohne einen einzigen Organisationssatz den Kindern überlasse. (Ok, die beiden Jüngsten sind früh ins Sommerlager gefahren.) Nun bin ich wieder da, mutterseelenallein, was sich aber für den Moment perfekt anfühlt.
Auf dem Kirschbaum singt eine Amsel und vor dem Fenster blühen die Rosen.
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