Als ich nach Hause komme, tönt aus dem Zimmer des Sohnes Cellomusik. Passt eigentlich nicht zusammen, und die Cellotocher spielt seit einem Jahr keinen Ton mehr. Da sitzt die Freundin des Sohnes und übt, ist ganz alleine im Haus.
Und jetzt, während ich schreibe, spielt über mit der Freund der Tochter Klavier, improvisiert endlose Klangfolgen, verspielt, warm....
Ich liebe es, wenn die wachsende Familie das Haus füllt, sich zu Hause fühlt, mitmacht beim Essen, Diskutieren, Streiten, Aufräumen, wenn abends kurz vor Mitternacht vier, fünf oder mehr junge Menschen zähneputzend, lachend und erzählend im engen Gang stehen und kurz darauf in die Zimmer verschwinden.
Alltag ist es nicht. Immer öfter kommt es vor, dass ich an Abenden ganz alleine bin, was ich zwischendurch geniesse, was mir aber Kältschauer über den Rücken jagt, wenn ich daran denken, dass dies in wenigen Jahren Dauerzustand sein könnte.
Alltag ist es nicht. Immer öfter kommt es vor, dass ich an Abenden ganz alleine bin, was ich zwischendurch geniesse, was mir aber Kältschauer über den Rücken jagt, wenn ich daran denken, dass dies in wenigen Jahren Dauerzustand sein könnte.


