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Montag, 8. Januar 2024

Hoffnung teilweise erfüllt

Warum soll denn alles rund laufen, wenn es auch anders geht? 

Fünfzehn Minuten, nachdem die erste Mutter nicht zum Gespräch erschienen war, schickte ich eine Nachricht. Eine Viertelstunde später kam der Anruf: "Habe ich Sie denn heute morgen nicht angerufen?" "Nein, haben Sie nicht." Die dritte Familie erhielt nach einer Viertelstunde Warten unsererseits die ähnliche Nachricht. Antwort: "Bin in 5 Minuten da." Nach zehn weiteren Minuten erfuhten wir dann, dass nie eine Einladung angekommen war.

Die Gespräche selber sind gute Erinnerungen geworden.

Der Morgenweg hat übrigens wundervoll geknirscht unter den Sohlen.

Sonntag, 7. Januar 2024

Winterabend

Ungewohnte Geräusche in der nächstlichen Quartierstrasse. Der Regen ist doch tatsächlich auch hier in Schnee übergegangen, und sofort wird damit begonnen, die teuren Schneeräummaschinen zu amortisieren. Den letzten Schnee vor einem Moment habe ich durch Fieberträume im Bett liegend wahrgenommen. Es wäre schön, wenn der Arbeitsweg wenigstens einmal knirschen würde. Morgen beginnt es wieder, das Leben voller Überraschungen im Minutentakt, und wenn ich nächstes Mal hier sitze, sind auch die ersten drei von 22 Elterngesprächen hoffentlich gute Erinnerung.

Freitag, 5. Januar 2024

Der fünfte Tag...

...ist jener zwischen dem vierten und dem sechsten. 

Früher habe ich an diesem Abend gebacken, Dreikönigskuchen. Unterdessen versuche ich täglich, meine Krone zu richten. Königskuchen wird nicht mehr gegessen und daher auch nicht gebacken.

Donnerstag, 4. Januar 2024

Der vierte Tag





 Und jetzt bin ich wieder zuhause.

Mittwoch, 3. Januar 2024

Der dritte Tag

Diskutiert, gezählt, gerechnet, geschnitten, gemessen, gesägt, geputzt, gelacht, gesammelt...

Fazit eines Ferientages, der sich mit dem Fasnachtskostüm von 62 Kindern befasst hat. Morgen in fünf Wochen ziehen wir durchs Dorf.

Dienstag, 2. Januar 2024

Der zweite Tag

Oh, damit hätte ich nicht gerechnet, dass gleich ein paar liebe Grüsse geflogen kämen. Danke für eure Sichtbarkeit und eure Ermutigung.

Es müsste mir gelingen - sollte ich tatsächlich hier wieder Gegenwärtigkeit üben - mich frei von äusseren Erkennungsmerkmalen zu zeigen. Ich möchte nicht auffindbar und erkennbar sein, nicht von Arbeitgebern, nicht von KollegInnen, nicht von denen, welche mir und meiner Berufskompetenz vertrauen.

Und ob dies gelingen kann, wenn das Herz und die Gedanken so übervoll sind mit Alltagsfragen, das müsste sich weisen. 

Oder anders gesehen: Hier die Möglichkeit zu pflegen, eben genau daraus hinauszutreten, was mich vom Aufwachen bis zum Einschlafen erfüllt, klingt durchaus nach Chance

und daher nach Angebot.

Montag, 1. Januar 2024

Neujahr

Es gibt noch immer Menschen, welche hier vorbei kommen!?

Eben habe ich ziemlich lange suchen müssen, um den eigenen Zugang überhaupt wieder zu finden, etwa so, wie wenn ich im Keller in einer dunklen Ecke einen Schlüssel unter den Tüchern und Staubschichten suchen würde.

Ziemlich genau zwei Jahre sind nun vergangen, seitdem ich aufgehört habe hier zu gestalten.

Nun bin ich über diese Tage gleich dreimal angesprochen worden auf mein Schreiben. Unter anderem wollte eines der erwachsenen Kinder wissen, welche Bedeutung es eigentlich damals für mich hatte. Ich durfte erzählen, achtungsvoll und dankbar auf dieses Geschenk der schriftlichen Verarbeitung schauen und auf die unsichtbare doch immer spürbare Resonanz.

Unterdessen habe ich viele der damaligen Bloggerfreundinnen auf Instagram wiedergefunden, ohne selber meine Schreibtätigkeit dorthin zu verlegen. Will ich nicht, werde ich nicht.

Und heute zum Jahresbeginn ein Anflug von Sehnsucht nach diesem Raum, nein, nach der Routine des täglichen Schreibens, diesem kreativen Inselchen im Meer des anspruchsvollen Alltages.

Nostalgie oder Besinnung auf Ressourcen?

Soll ich dem eine Chance geben?