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Montag, 31. Juli 2017

Freude herrscht

Nie verstehe ich meine Katzen besser als in den Stunden der feuergezündeten Nationaltagfeierlichkeiten. Und wie mag es der kleinen Syrierin aus meiner ehemaligen Deutschklasse gehen – und ihren Eltern?
💥

Sonntag, 30. Juli 2017

Nachtwind

Es ist niemand da, den ich fragen könnte. Und so frage ich in die Weite Welt des Windes.

Kann es sein?
Gibt es Realitäten, die es nicht gibt?
Wo beginnt und wo endet Illusion?

Ich erwache in den ersten Stunden des neuen Tages, noch fast mitten in der Nacht. Plötzlich. Ganz und gar. Da ist jemand. Ich werde genannt. Wortlos, aber absolut deutlich. Da ist eine völlig reale Präsenz, aber keiner ist da. Ich weiss genau, wo ich bin, kann mich in Raum und Zeit orientieren, und weiss auf einer anderen Wahrnehmungseben doch ohne Zweifel um diese Begegnung. Ich weiss, wer es ist, ich spüre das Energiefeld dieses Menschen, ich empfinde mich darin so real wie im Raum, in dem ich liege, wache fraglos in tiefem Staunen und Dankbarkeit.

Und erwache wieder am Morgen im hellen, harten Tageslicht. Erinnere mich, nun aber dem Zweifler mit all seinen Argumenten ausgeliefert. "Da war zuviel Flüchtigkeit gestern abend vor dem Einschlafen, du weisst doch von der Psychologie des Träumens, ...." Ich mag ihm hier gar nicht seine ganze mächtige Stimme geben.

Und wenn du dich selber fragst? Dein Herz? Dein inneres Wissen?
Da ist gar keine Frage. Da ist ein Lächeln und Stille und Weite.

Samstag, 29. Juli 2017

Flüchtiges

eine Flaumfeder aus der Hand blasen und ihren Flug beobachten
einen Schmetterling einzufangen versuchen, um ihn in die Freiheit entlassen zu können
die Farben der gemähten Getreidefelder einatmen
"weisst du" sagen und lächeln über die selbstgesprächigen Flugversuche
die Abendstille empfangen wie ein Tanzkleid für die Sehnsucht

Im Traum fliegen können.

Freitag, 28. Juli 2017

Durchzug

Die schönsten Momente eines Tages sind wohl nicht unbedingt die spektakulären, sondern jene, die ich ganz bewusst erlebe.
Heute zum Beispiel habe ich viel zu arbeiten an einer Schneidmaschine. Sie steht in einem Arbeitsraum direkt neben meinem Schulzimmer. Sie und ich, wir sind alleine im Schulhaus, und dann noch er: Die beiden Zimmertüren stehen ganz offen, die Fenster auch, und so zieht er hindurch, erfasst, was nicht befestigt ist, spielt damit, kühlt, erfrischt, vermischt die Arbeit mit der Freude und bläst den Gedanken die Worte weg.
Habe ich schon gesagt, dass ich ihn liebe, den Wind?

Donnerstag, 27. Juli 2017

Tag4, Übung


Zum Üben des Datentransfers vom Handy auf den Computer hier ein Bild vom Arbeitstisch. Versuche zur Zeit, durch Farbe die ganzen Wortbilder des Leselehrgangs etwas mehr zu meinem Arbeitsmaterial zu machen. Um welchen Anlaut es sich wohl hier handelt?

Mittwoch, 26. Juli 2017

...

"Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war Zuhören. Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Hörer sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig. Momo konnte so zuhören, dass dumme Leute plötzlich auf sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten. 

Sie konnte so zuhören, dass ratlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf den es überhaupt nicht ankommt und der ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte alles das der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war. So konnte Momo zuhören." 

Michael Ende, Momo

Was für ein Glück, wenn du je in deinem Leben einem solchen Momo-Menschen begegnen darfst. Dein weiterer Weg wird heller sein und du wirst mutiger als zuvor in deine Tiefen steigen und stiller den Gezeiten lauschen und voller Dankbarkeit erkennen, wie das Licht sich spiegelt in der Perle, die im Dunkeln gewachsen ist.

Manchmal trifft diese Dankbarkeit unverhofft wie ein warmer Sommerregen...

Dienstag, 25. Juli 2017

Tag2

Gratis und ohne Werbung mitgeliefert: Brummschädeläp! Zur freien Willensverfügung.