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Mittwoch, 8. März 2017

Rückschnitt

"Hauptsache, dem Baum geht es gut", habe ich dem Bauern immer wieder gesagt, als wir letzten Montag die Bäume im Garten angeschaut und den Rückschnitt besprochen haben. Ich hatte am Tag zuvor diesen Beitrag von Iren gelesen und war mir überhaupt nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war, die vier Obstbäume im Garten zu schneiden. Der eine, ein ziemlich alter Boskopbaum, wächst bereits ins Haus resp. muss nach dem Lüften immer wieder nach draussen geschoben werden. Der Kirschbaum trägt die meisten Früchte in Höhen, die mit der Leiter nicht zu erreichen sind und der jüngere Apfelbaum hat so viele senkrecht schiessende Triebe gebildet, dass er einem Punk mit seiner Frisur zu gleichen begonnen hat.
Heute war er nun da, der Fachmann aus dem Dorf, stand im Baum, stieg wieder hinunter und schaute ihn mit Abstand an, diskutierte mit seinem Mitarbeiter, ob dieser oder jener Ast wohl der richtige sei, kletterte wieder in das dichte Geäst, löste ein paar Zweige und rang dann um die nächste Entscheidung.



Nach drei Stunden war es viel heller, und vor mir standen nicht etwa Krüppel, sondern verjüngte Lebewesen, die aufzuatmen schienen und eine gesunde Form bekommen hatten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ihnen gut geht. Und mir mit ihnen.