Als die Türe heute aufging um 18:45, kam eine Mitbewerberin heraus, strahlend, siegessicher, jung. Es war nicht ganz einfach, in dieser Situation Platz zu nehmen. Die vierköpfige "Jury" sass gesättigt auf ihrer Tischseite, so, als hätte sie bereits gefunden, was sie gesucht hatte, aber ich habe mein Bestes gegeben, habe die vielen zum Teil sehr kritischen Fragen mutig und klar beantwortet. Nachdem ich nun drei Wochen lang in der festen Überzeugung gelebt hatte, dass dies meine Traumstelle sei und wir aufeinander abgestimmt seien, sitze ich nun da, müde, dem Warten übergeben.
Es gibt in jenem vielleicht 2 Quadratmeter grossen Raum dort oben auf dem Felsen hinter der Holztüre eine Bank. Dort setze ich mich nun in Gedanken hin. Dort weiss ich, dass mir nichts passiert, was nicht Chance trägt.
Danke für alle guten Gedanken, die mich begleitet haben.
