Überfülle, Lebendigkeit, Staunen...
Innerhalb von 14 Stunden sind vier zurückgekehrt.
Gestern abend die drei Söhne: Der Student zum Lernen, der Mittlere von seiner Bergtour und der Jüngste vom Landwirtschaftspraktikum und Klassenabschlusslager auf Elba.
Und schliesslich heute morgen
eine Stunde später als erwartet, endlich
die Tochter aus Afrika.
Einer von ihnen sitzt nun in der Unibibliothek, die andern erzählen, zeigen Bilder, Filme, atemberaubend, ergreifend, erschütternd, reich, wach, kaum zu fassen.
Und einmal mehr bin ich froh, die Bilder erst im Nachhinein zu sehen, den Klippenspringer, den Bergsteiger, die Afrikabusfahrtreisende. Einmal mehr aber bin ich auch zutiefst dankbar, dass sie gehen, hinaus in ihr Leben, nicht in meines, auch nicht in ein von mir ausgedachtes, nicht in ein von meiner Ängstlichkeit begrenztes, sondern in das ihre. Soll es weh tun – das ist meine Geschichte.
Natürlich bin ich auch dankbar, dass sie wieder da sind, vorübergehend – und dass wir eine Waschmaschine habe.
Nun ist nur noch die Velofahrerin unterwegs. Sechs Tage trennen uns noch von der vielleicht ersten SMS 30 Minuten vor Ankunft. Bestimmt brechen sie bald auf, haben Poebene und Gotthard vor sich, und dann die vertrauten letzten Kilometer quer durchs kleine, enge, heimatliche Land.
Und vor meinem Fenster blühen die Rosen.

