Es ist wunderschön jetzt im Wald. Die Regentage scheinen ihn satt gemacht zu haben. Die Stille wirkt grösser als sonst, entspannter. Ich bin froh, dass ich ihm heute meine Unruhe anvertraut habe. Ganz ruhig stand mein Baum da, liess mich anlehnen und lächelte grosszügig über mein Bisschen Chaos.
Der kleine Spross ist nicht mehr erwacht,
doch am gleichen Strunk gegenüber hat sich ein stattlicher Jungstrauch entwickelt,
von dem im letzten Herbst noch nichts zu ahnen gewesen war. Vielleicht wirkt das lächerich, doch ich liebe diese kleinen Geschichten, welche der Wald erzählt.
Das hat er vermutlich gespürt. Denn als ich etwas später auf meiner Bank
sass, das leere Buch auf den Beinen, und zum x. Mal versuchte der Geschichte zu lauschen, welche mich und meine Klasse an die Hand nehmen
will durch die ersten Wochen, da begann sie plötzlich zu fliessen, als
wäre sie da und möchte bloss noch festgehalten werden. Hier, wo ich so
oft schon schreibend gesessen und heilsame Verbundenheit erlebt hatte, verwandelte sich in frohe Selbstverständlichkeit, was wochenlang im unbedingten Wollen erstickt war.
So gut
so fein
so hell







