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Sonntag, 13. August 2017

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Es ist wunderschön jetzt im Wald. Die Regentage scheinen ihn satt gemacht zu haben. Die Stille wirkt grösser als sonst, entspannter. Ich bin froh, dass ich ihm heute meine Unruhe anvertraut habe. Ganz ruhig stand mein Baum da, liess mich anlehnen und lächelte grosszügig über mein Bisschen Chaos. 

Der kleine Spross ist nicht mehr erwacht,

 
doch am gleichen Strunk gegenüber hat sich ein stattlicher Jungstrauch entwickelt,




von dem im letzten Herbst noch nichts zu ahnen gewesen war. Vielleicht wirkt das lächerich, doch ich liebe diese kleinen Geschichten, welche der Wald erzählt.

 
Das hat er vermutlich gespürt. Denn als ich etwas später auf meiner Bank sass, das leere Buch auf den Beinen, und zum x. Mal versuchte der Geschichte zu lauschen, welche mich und meine Klasse an die Hand nehmen will durch die ersten Wochen, da begann sie plötzlich zu fliessen, als wäre sie da und möchte bloss noch festgehalten werden. Hier, wo ich so oft schon schreibend gesessen und heilsame Verbundenheit erlebt hatte, verwandelte sich in frohe Selbstverständlichkeit, was wochenlang im unbedingten Wollen erstickt war. 

So gut



so fein

  
so hell

 
Und am Schwarzdorn, dessen Blüten im letzten April erfroren waren, fand ich eine einzige, einsame, vollkommene Schlehe.




So komm denn, Montag, Neubeginn. Ich bin bereit.