Das sei ein toller Kürbis, meint die sympathische Frau, die mit mir an der Kasse steht und sieht, wie ich meine Einkäufe auf den Tisch lege. Die Schale könne mitgekocht werden. Zusammen mit der Kassiererin unterhalten wir uns über unsere Suppenvorlieben und wünschen uns dann einen schönen Sonntag.
Als ich mit den beiden schwer beladenen Einkaufstaschen den Berg hoch stapfe, hält ein Auto neben mir. "Haben sie noch weit? Kann ich sie irgendwohin bringen?" fragt die Frau von vorhin. Als ich dankend verneine, fährt sie jedoch nicht mit dem Auto weiter, sondern mit dem Gespräch. "Ich hoffe, das sei ihnen nicht zu nahe, aber ich kenne eine Naturärztin, die ist unglaublich gut, hat schon so vielen Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen geholfen. Als ich sie vorhin sah, musste ich sofort an diese Frau denken", es folgen Name und www.ch. Dann entdecken wir, dass ich sie von der Bühne kenne als Teil eines bekannten Kabartensembles.
Und gestern bei der Begrüssung im Kurs der enttäuschte Blick der einen Frau, die mir ihre allerbeste Zaubersalbe geschickt hatte: "Hat sie nicht geholfen?" Wie gerne hätte ich ihr strahlend und dankbar das heilsame Ergebnis ihres Geschenkes präsentiert.
In den Pausen setzt sich zweimal ein Mitstudent zu mir, erzählt von der medial begabten Frau, die ihm in allen Lebenslagen hilft. In Deutschland lebt sie, kann aber auch übers Telefon helfen, und sein Leben hat sich von Grund auf geändert, seitdem er mit ihr arbeitet, und seine Frau vertreibt eine Salbe und andere rein pflanzliche Produkte, die es auf dem Markt nicht gibt........, er schicke mir den Link, dann könne ich direkt bestellen, er bringe sie mir nächstes Mal mit. Ich bin berührt von seiner aussergewöhnlichen Biografie und seiner Einstellung zum Thema Schmerz.
