Einfach weinen wollen manchmal am Abend, weil es so pausenlos fordernd ist von früh bis spät, weil die Kraft nicht mehr reicht, auch abends noch geduldig zu sein, Wünsche zu erfüllen und den Perfektionsansprüchen zu genügen – den eigenen. Und weil es so brutal klar ist, dass der einzige Mensch, der an dieser Situation etwas verändern kann, ich selber bin. Doch weinen geht nicht, der Kloss steckt zu fest. und wenn ich erst im Bett liege, bin ich so müde, dass ich schlafe, bevor das Weinen den Weg hoch findet.
Schreiben ist manchmal wie weinen, danach lässt es sich vielleicht besser Brotteig kneten. Auf denn...
40 Minuten später
Das Brotteigkneten erschafft Wärme auf mehreren Ebenen. Es hilft z.B., in aller Ruhe noch einmal auf den Tag zurückzublicken, welcher ja keineswegs nur aus der abendlichen Erschöpfung bestand. Er hat – zumindest in der Schule – auch mit Beinah-weinen begonnen.
Da unser Schulzimmer sich im dritten Stock befindet, kommt es nur ganz selten vor, dass Eltern am Morgen ihre Kinder bis vor die Zimmertüre begleiten. Heute war eine der ersten Ausnahmen, und nachdem fast alle Kinder bereits im Schulzimmer waren, streckte die Mutter des Letzten noch ihren Kopf herein und bat um eine ganz kurzes Erklärungsgespräch (welches sich auch wirklich als sehr notwendig herausstellte!). Ich trat mit ihr auf den Gang und schloss hinter mir die Türe, wohl wissend, dass dies für die Klasse eine ungewohnte und daher sehr offene Situation ist.
Nach etwa drei Minuten verabschiedeten wir uns und ich kehrte entschlossen zum sofortigen Lektionsbeginn zurück ins Zimmer. Kaum hatte ich die Türe geöffnet, schallte mir das Morgenlied entgegen, wie ich es noch nie gehört hatte. Die Kinder standen im Kreis und sangen so voller Innbrunst und Freude darüber, dass sie mich überraschen konnten, dass mich wirklich für eine Weile ein heisses Weinen zumindest innerlich schüttelte.
Backen werde ich morgen früh.
40 Minuten später
Das Brotteigkneten erschafft Wärme auf mehreren Ebenen. Es hilft z.B., in aller Ruhe noch einmal auf den Tag zurückzublicken, welcher ja keineswegs nur aus der abendlichen Erschöpfung bestand. Er hat – zumindest in der Schule – auch mit Beinah-weinen begonnen.
Da unser Schulzimmer sich im dritten Stock befindet, kommt es nur ganz selten vor, dass Eltern am Morgen ihre Kinder bis vor die Zimmertüre begleiten. Heute war eine der ersten Ausnahmen, und nachdem fast alle Kinder bereits im Schulzimmer waren, streckte die Mutter des Letzten noch ihren Kopf herein und bat um eine ganz kurzes Erklärungsgespräch (welches sich auch wirklich als sehr notwendig herausstellte!). Ich trat mit ihr auf den Gang und schloss hinter mir die Türe, wohl wissend, dass dies für die Klasse eine ungewohnte und daher sehr offene Situation ist.
Nach etwa drei Minuten verabschiedeten wir uns und ich kehrte entschlossen zum sofortigen Lektionsbeginn zurück ins Zimmer. Kaum hatte ich die Türe geöffnet, schallte mir das Morgenlied entgegen, wie ich es noch nie gehört hatte. Die Kinder standen im Kreis und sangen so voller Innbrunst und Freude darüber, dass sie mich überraschen konnten, dass mich wirklich für eine Weile ein heisses Weinen zumindest innerlich schüttelte.
Backen werde ich morgen früh.