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Freitag, 5. Januar 2018

Planer

Dieses Mal war ich zu spät. Als ich meine Agenda in meinem Lieblingsladen kaufen wollte, war sie so gut wie ausverkauft. Daher habe ich sie diesmal online bestellt und erstmals das ganze Sortiment zur Auswahl gehabt, was die Entscheidung nicht einfacher gemacht hat.

Die Agenda, der ich nun seit vier Jahren treu bin, wird in einem Atelier hergestellt, in welchem Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung einen geschützten Arbeitsplatz finden. Dabei werden die Buchdeckel und -rücken mit verschiedenen Papiersorten eingefasst. 
Nach langem Hin und Her (ich tue mich mit solchen Dingen immer extrem schwer, und das eine Design trug den Produktenamen "Sünneli") entschied ich mich für das Modell, welches mit einem Stück Schweizer Wanderkarte eingefasst wird. Lange sass ich vor dem Bestellformular und rang mit mir, ob ich bei "Mitteilung" den Wunsch anfügen sollte, es möge ein Kartenausschnitt aus meiner Sommerbergheimat sein. Doch dann siegte die Neugierde und es blieb bei frohen Neujahrsgrüssen. Ich könnte mir ja vornehmen, den Ort auf dem Kartenausschnitt irgendwann in diesem Jahr zu bereisen, einen neuen Winkel des Landes kennen zu lernen, nahm ich mir vor.

Entsprechend gespannt öffnete ich daher heute abend den Umschlag mit dem Firmenabsender. Mein erster Gedanke war: Ui, steil! 


 Und der zweite: Romanisch. 


Und dann las ich mich durch fremd und wohlklingende Namen, freute mich, dass im inneren Umschlag sogar ein Bergsee grüsst


und bin nun gespannt auf die Wege, auf welche mich die neue Agenda begleiten wird und ob ich den Mut haben werde, ihre Zufallseinladung anzunehmen.

Hier gibt es Details....