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Samstag, 24. Februar 2018

Ausklang

Ich bin daran, meine Ausreden für den Schulstart nächsten Montag vorzubereiten. Braungebrannte Kolleginnen und Kollegen werden strahlend auf mich zukommen: "Schöne Ferien gehabt? Hast du dich gut erholt?" Was sagt man, wenn man weder lügen noch jammern mag? Bei vielen funktioniert es, nett zu lächeln, "danke" zu sagen und dann gleich anzufügen: "Und du? Wars kalt?" (oder wahlweise heiss oder spannend oder schneereich, je nach Ferienziel) Es kann und will niemand wissen, was es heisst, als alleinerziehende Mutter mit sechs jungen Menschen (welche zu allen Tages- und Nachzeiten an- oder abwesend, schlafend oder wach, zufreiden oder aufgebracht sein können) solche Tage zu teilen, in welche Fasnacht, Kurztripps, Partys, Geburtstag und Himmelsbegurtstag fallen, und wer es hört, macht immer sofort Vorschläge, was ich ändern könnte. Das möchte ich am Montag umgehen, und darum bereite ich nicht nur die ersten Schulstunden, sondern auch die ersten Pausenbegegnungen vor. Die Momente mit Sturm und Wolken, Schneekristallen und stillen Gedanken beim Holzhacken werde ich für mich behalten, genauso wie jene mit den leeren Bierdosen am Morgen danach, Verhandlungsgesprächen mit jugendlichen Grenzentestern und Zahnarztsitzungen. 
Ich schnüre mir mein Bündelchen mit all den kleinen und grossen Ferienalltäglichkeiten und übe mich selber zu achten für das, was möglich war und die Verachtung angesichts des Unmöglichen aussen vor zu lassen. 
Und daher werde ich danke sagen. Einfach danke.