Es war am Montag. Aus der Küche fiel mein Blick auf einen weissen Zauberwald und der rief mich mehr als alles andere, was auf Listen für mich vorgesehen war. Ich nahm die Kamera mit, ahnte Einzigartigkeit und gedachte die zu teilen, mitzuteilen.
Staunend schritt ich durch Weiss. Alles, was nicht Weg war, war weiss oder Stamm. Jedes kleinste Ästchen schien sich mit diesen leichten Flocken verbunden zu haben, hielt sich an ihnen mit kalter Zartheit. Auf Tannenzweigen lagen weiche Decken.
Und wie das ist auf vertrauten Wegen: Es kam zu Wiedersehen auf Schritt und Tritt. Nur war an diesem Montag alles etwas anders, so, als müsste ich leise sein, um den Zauberschlaf nicht zu stören. Nur auf einem Wegabschnitt war es ein Wiedersehen der anderen Art. Ich hatte die Woche zuvor immer wieder von oben den Maschinenlärm und oft das erschütternde Niederkrachen der gefallenen Bäume gehört. Dass es Wegbegleiter waren, die da fielen, ahnte ich nicht. "Meine Buche" weiter oben steht noch, Gott sei Dank!
Das Sichten der Bilder zuhause war dann sehr ernüchternd. Nichts von diesem Strahlen, von dieser Reinheit, von dieser ewigkeitzarten Vergänglichkeit war mehr zu spüren in den Bildern. Ich seufzte so laut, dass es der Sohn hörte und wenig später nach draussen verschwand.
Er schenkt mir eines seiner Bilder, das letzte.
△ im vergangenen April – ▽ dieselbe Stelle jetzt
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