Das Blogsterben geht um. Das tödliche Virus heisst Angst, glaube ich, Angst vor neuen Datenschutzbestimmungen, welche offenbar so manches in widerrechtliches Verhalten umbenennen, was bisher alltäglich und selbstverständlich war. Ich scheine da resisten zu sein, ignorant vielleicht auch. Wenn ich daran denke, wie ich meine Blogs immer wieder aus panischer Angst vor Menschen aus meinem privatesten Umfeld geschlossen habe, empfinde ich jetzt eine grosse Gelassenheit. Wer bitteschön sollte Interesse daran haben, in so einem unscheinbaren Schreibräumchen wie dem meinen nach falsch eingeschlagenen Nägeln oder unfachgerecht geputzten Fenstern zu suchen.
Wenn ich irgendwann aufhöre zu bloggen – und das wird früher oder später mit allergrösster Garantie der Fall sein – möchte ich es aus freiem Entschluss oder aus persönlichen Umständen tun und nicht, weil ich mich eingeschüchtert in einem Paragraphenwald verirrt habe.
Vielleicht werde ich als blauäugig entlarvt und komme in den nächsten Tagen auf die Welt oder lande unsanft auf dem Boden der Realität. Den Wind wird das nicht weiter kümmern.