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Donnerstag, 28. Juni 2018

Feuer und Flamme

und Rauch. Ja, vorallem den sah ich, als ich heute früh kurz vor sieben talauswärts fuhr. In einer riesigen Säule stieg er im Gegenlicht auf und ich war mir nicht sicher, ob es nicht auch Dampf sein könnte von der Grastrocknerei in jener Richtung. Ich konnte den Rauch auch noch sehen, als ich zum Schulhaus kam, doch da ich mir selber erklärt hatte, dass gewiss irgendein Heuhaufen Funken gefangen hatte, machte ich mir keine weiteren Gedanken, bis eine halbe Stunde später eine Kollegin im Treppenhaus fragte, ob ich es gesehen habe, das Haus jenseits der Sortplatzes, welches abgebrannt sei. Jetzt eilte ich auf die Terasse und erschrak zutiefst. Mitten in dem Quartier, in welchem vier meiner SchülerInnen wohnen, stieg dichter Qualm aus einem verkohlten Dachgerippe. Wasserfontainen zielten mitten hinein. Was, wenn eine dieser Familien betroffen war? 
Zu meiner unendlichen Erleichterung standen sie dann aber bald darauf alle vier aufgeregt durcheinander erzählend vor mir. Und statt noch einmal an gestern Abend zu denken und uns gegenseitig zu erzählen von unserem Klassentheater, welches wir vor den Etern zum Schuljahresabschluss aufgeführt hatten, hörten wir Geschichten von Hunden, welche dir Nachbarin geweckt hatten und dann panisch wegrannten, als die Feuerwehr kam und seither verschwunden waren. Von der ganz alten Frau, die da alleine gewohnt hatte und in den Krankenwagen einsteigen musste, von Rauch, der in die Stube zog und Flammen, die aus den Fenstern schlugen, von Sirenenlärm, wecher die halbe Klasse in den frühen Morgenstunden geweckt hatte. Es roch nach Rauch im Schulzimmer. Ich denke an die Frau, den ganzen Tag denke ich an sie. Sogar während der Maturfeier des Sohnes fliegen meine Gedanken zu ihr, die in meinen Alpträumen ich bin.