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Mittwoch, 6. Juni 2018

sechstersechster

Nix. Nix was mehr Anerkennung bekommt als unscheinbarer Alltag. Ausser die Vielfalt an kleinen aber gelebten Begegnungen im Schulalltag. Die geben Sinn, die gestalten Realität. Ich tue mich unendlich schwer mit der aktuellen Forderung, diese jungen Kinder zu bewerten, ihre Entwicklungen an Messlatten zu halten und mit Prädikaten zu versehen. Das fühlt sich so falsch an, so weit entfernt von dem, was ich als heilsam und sinnvoll erkenne. Und doch muss ich es tun, will ich mir und meiner Familie nicht die Beine absägen. Es braucht Kraft, wenn man tagelang beschäftigt ist mit dem Verstehenlernen von Computerprogrammen, die einem helfen sollen bei etwas, was so heftig Widerspruch auslöst. Die Kraft fehlt anderswo, dort, wo die Krativität fliesst und der Humor, dort, wo die Heilkraft des Wortes Stille erschafft. Dort haben sich Hilflosigkeit und Zweifel breit gemacht. In fünf Tagen schliessen die Eingabeportale. Dann habe ich es vielleicht hinter mir. Was aber, wenn es in mir bleibt, das drückende Gefühl, systemtreu auf Kosten der Jüngsten gehandelt zu haben? Bewusst. Zeugnis. Zeug nix.