Man kennt das: Eine Kiste findet ihren provisorischen, vorübergehenden Platz in der Ecke des Teenie-Zimmers, was da am Boden steht, sitzt oder liegt wird an die Wand geschoben, die nächste, grössere wird kurz darauf davor gestellt, die Tasche mit dem Skianzug, die man dem Kollegen zurückgeben sollte, wird darauf gelegt – und vergessen.
Und irgendwann, viele viele Provisorien und Vorübergänge später, kommt der Tag, an dem bis auf die Grundmauern ausgemistet und aufgeräumt wird. Eine ganze Waschmaschine voll Vergessenheit lief gestern Abend und spülte Kindheitsspuren aus Gewebe. Er war auch dabei.
Er heisst Simeon und sein Lieblingsmensch schaut beim Vorbeigehen etwas verlegen zu ihm hoch und weiss nicht so recht wohin mit ihm und allem, was er von vergangenen Zeiten erzählen könnte. Die Decke dahinter hat Oma gestrickt, vor bald 17 Jahren. Alles geht vorbei, daran wird auch eine weitere Kiste im Keller nichts ändern.
(Hoffentlich auch diese Hitze)
