Du sitzt zwar in Reihe 8 auf Sitz 227, doch gleichzeitig stehst du in diesem Festsaal kurz vor Kriegsende und spürst, wie dein Blut gefriert, wie du mit jedem Atemzug, den du mit Freiheitsmut tust, dein Leben riskierst.
Wenig später tanzest du ausgelassen mit im blendenen Amerika der 60er-Jahre, lachst und träumst – und verzweifelst kurz darauf mit dem entwurzelten 18Jährigen.
Und dann in Kairo, in dieser stinkenden Müllhalde, da zerreisst es dich erneut. Du stellst dir Fragen, die sich aus deinem innersten Sehnen eine Freiheitsantwort erkämpfen wollen und weisst nicht, woher die kommen soll.
Beklemmende Stille ohne Fluchtweg und dann ein Arm, der sich dir schüchtern um die Schultern legt.
Der Vorhang fällt. Dein Gesicht ist nass, und erwachend versucht du es zu trocknen, bevor die Saallichter angehen. Noch antwortet der Applaus, und auf der Bühne bedanken sich dafür junge, strahlende Menschen, denen die Freude und Erleichterung im Gesicht steht.
Ein Geschenk, das darauf wartet, dich auf eine Reise mitzunehmen, die dich reicher machen wird.
