An einer Schule von der Grösse der "meinen" beginnt die Pensenplanung für das kommende Schuljahr, kaum dass man im laufenden richtig angekommen ist. Unser erstes Gespräch als Klassenteam mit der Schulleitung fand bereits im November statt und war für mich ein nachhaltiger Schock. Es wurde mir klar, dass Dienstjahre und Sicherheit in einem engen Zusammenhang stehen, dass Schülerzahlen nicht langfristig kalkulierbar sind, dass meine persönlichen Wünsche zwar wahrgenommen werden, aber so vielen Rahmenbedingungen untergeordnet werden müssen. Anfang Januar fand dann das zweite Gespräch statt, da brach auch das Notkonstrukt, das wir uns aus den bekannten Umständen gebaut hatten, zusammen. Ich bekam Angst, und die Angst ist bekanntlich einer der schlechtesten Ratgeber.
Am vergangenen Wochenende kumulierte dieser Prozess in zwei beinahe schlaflose Paniknächte. Ich fühlte mich ziemlich neben den Schuhen, als ich am Montag zum nächsten Gespräch kam. Die eingeladene Kolleginnenauswahl war eigentlich Rätsellösung genug. Ich wusste, dass damit mein Pensum nicht zu füllen war.
Und dann kam es wieder ganz anders. Neue Zahlen, Überlegungen von einer anderen Seite, und plötzlich ein noch nicht spruchreifes Angebot, welches seit November völlig unrealistisch schien, eines, welches ich mit grösstem Glücksdank annehmen würde, aber eben noch nicht ausgereift. Was es noch braucht bis zur erhofften Reifung, weiss ich nicht. Ich wage mich nicht richtig zu freuen, noch nicht.
Aber ich habe geschlafen die letzten zwei Nächte, tief und fest, und die Haut hat sich auch beruhigt. Ende März werden die neuen Verträge gemacht. Es ist absehbar.