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Freitag, 5. Juli 2019

Die erste Woche

Es ist eine echte Ferienwoche, diese erste. Ich schlafe, bis ich von alleine wach werde und stehe trotzdem früh auf, nutze die kühleren Morgendstunden, um  ein paar Dinge von meiner ewiglangen Liste in Erwägung zu ziehen. Wirklich abhaken konnte ich erst die Hecke. Die ist geschnitten. Und die Steuererklärung gibt keine weiteren Chancen für Abzüge mehr frei und wird wohl morgen ausgedruckt. Ansonsten sitze ich viel im relativ kühlen Kellerzimmer und schaue mir Filme an, heitere Geschichten, die sich jederzeit unterbrechen lassen für dies und das, was anfällt, anklopft, ansteht. So lasse ich mich durch die Tage treiben und staune, dass ich das noch kann, dass ich es darf und wie es mir gut tut.
Die drei sind etwas irritiert. An Ostern standen sie mitten im weissen Narzissenfeld, mit den Wochen wuchs Gras drüber, blühten Trockenwiesenblumen, meterhoch. Und nun ist plötzlich alles weg. Aber sie wissen, dass es weiter geht, dass es Wege gibt und Wachstum. Geduldig schauen sie den Menschen nach die kommen und gehen. Selber bleiben sie stehen. Nur ihre Schatten wandern. Und Vögel setzen sich manchmal auf ihre Köpfe und erzählen ein Bisschen von dem, was in den Köpfen keinen Platz findet.