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Freitag, 6. Dezember 2019

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Plötzlich stehen wir nur noch zu dritt im Lehrerinnenzimmer. Eine kurze Bemerkung der einen, eine Ergänzung der zweiten und bald schauen wir uns erschrocken und erstaunt an. Du auch? Wirklich? Alle kennen wir diese Nächte, in denen wir wach liegen, in denen die Angst durch die Adern kriecht, diese Erschöpfung, diese Ahnung, dass man sich ganz nahe am Abgrund bewegt, dass es nur noch einen Tropfen braucht und dann passiert es einem auch, diese vergebliche Suche nach der Bremse, die Nähe zum Wahnsinn, das Realisieren, dass man es nie allen recht machen kann, den SchülerInnen, den Eltern, dem Auftrag, der eigenen Familie, die Überzeugung, dass es immer irgendwie geht, an die man sich klammert wie an einen Strohhalm, um dessen Brüchigkeit man weiss!!?! Du auch? Ja, genauso! 
Wie gut es tut, diese Last zu teilen, gemeinsam nach dem zu suchen, was gesund halten könnte, den Wunsch auszusprechen, das Feuer, welches in uns allen für den Beruf brennt, möge wärmen und leuchten und uns nicht aushölen.
Dann eilen wir weiter, an den Computer die eine, in ein Elterngespräch die zweite, zu einem Arzttermin mit dem Sohn die dritte.