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Freitag, 10. April 2020

Wer A sagt, ...

... meint manchmal Wörter, die man nicht sagt.

Heute ist nicht unser Tag. Die Nerven einzelner liegen aus welchen Gründen auch immer blank, und das scheint ansteckend zu sein. Fass mich nicht an! Sprich mich nicht an! Schau mich nicht an! Es wäre Zeit, dass die erwachsenen Söhne und Töchter wieder in ihre Selbständigkeit zurückkehren könnten. Der jetztige Zustand hat etwas nostalgisches, aber natürlich ist er nicht, auf Dauer schon gar nicht. Natürlich ist, dass ich in meiner Rolle und in meinem Sosein zurückbinde, etwas, was ich nicht will und nicht aktiv tue, was aber bei soviel räumlicher Nähe schwer auszuschalten ist. 
Es ist gut für mich zu erleben, wie richtig es sich anfühlt, dass die jungen Menschen weggehen, ihre Wege suchen, hinter sich lassen, woher sie kommen – und dass sie es tun, wenn sie denn können. (Trotz allem mag ich nicht an die ständigen Abschiede denken, die irgendwann wieder zum Alltag gehören...)

3 Kommentare:

  1. Du schreibst mir aus der Seele
    Du fasst immerwieder die Gefühle in klare Worte
    ♡

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  2. Ähnlich habe ich das mehrfach erlebt.
    Und der Prozess der Abnabelung hört kaum auf, er verändert sich, bekommt immer feinere Nuancen, etwa wenn die ersten Weihnachten nicht mehr kommen.
    Auch für mich immer wieder noch ein Balanceakt zwischen meinem Verständnisses, meiner Toleranz und meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen.

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    1. Ich wünsche uns, dass es uns gelingt, unser Leben so in Bezüge zu setzen und zu gestalten, dass die jungen Menschen sich frei fühlen dürfen. Geht wohl nicht ohne diesen Schmerz. Und doch wünsche ich meinen "Kindern", dass sie an mich denken können aus der Ferne und wissen: Sie schaut sich gut, sie lebt ihr Leben.
      Und wenn die nächste Wehe kommt: mitgehen, atmen...
      Ostermontaggruss,

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