Meine Kamera ist in der Schule, die Handykamera stellt nicht mehr scharf, aber ich muss das teilen. Es ist so verrückt im Moment. Das Licht, welches durch den dicken Nebel dringt, ist heute rot wie in der schönsten Dämmerstunde. Ich habe das so noch nie erlebt. Ich fühle mich wie damals, als ich zum ersten Mal das Meer sah oder an der Quelle des Rheins stand, oder als ich als Kind zum ersten Mal eine Sonnenbrille aufsetzte. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, es brenne irgendwo und wäre wohl weniger entspannt.
Der Grund liegt jedoch in einer hohen Südströmung, welche Saharastaub bringt und sich wie ein Filter vor das Sonnelicht legt, so habe ich es zumindest verstanden.
Wüstenlicht also, mitten an einem nebligen Februartag. "Es ist, als würde die Ferne zu uns reisen, statt dass wir in die Ferne reisen", meinte die Tochter vorhin.
Vielleicht kann ich später ein besseres Bild nachliefern.
