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Samstag, 5. Juni 2021

156/365 Abschied

Da ist heute sooooo viel Traurigkeit in mir, um mich, unter mir, über mir wie lange, lange nicht mehr. Der Auslöser ist nicht der Grund, und die Gründe sind wohl vielfältig und hatten sich lange Zeit gut versteckt.

Der Auslöser ist eigentlich eine grosse Freude. 

Vor neun Jahren ist die Jüngste staunend und bewundernd neben dem grossen Bruder gestanden, als dieser von seiner Veloreise zurückkam und berichtete. 

Vier ihrer Geschwister hat sie seither aufbrechen und zurückkommen sehen, sonnengebräunt, begeistert, erschöpft, stolz, gereift.

Und heute ist sie selber in dieses grosse Abenteuer gestartet. Es war anders diesmal. Erst vor zwei Wochen wurde grünes Licht gegeben für die Reise nach Italien. Die monatelange Ungewissheit hat viel Energie gekostet. Doch das wird jetzt vergessen sein.

Das gepackte Fahrrad wartet bereits in der Schule.

Dort wird noch einmal alles gecheckt, bevor die neuen Räder in den Regenmorgen hinaus rollen.


 
Ein Abschiedsbild für die Eltern...

und dann sind sie weg.

Diesaml überqueren die 12 Jugendlichen auf der Hin- und Rückreise die Alpen. Und weil es nur eine Möglichkeit gibt, hie und da durchs Schlüsselloch zu linsen, habe ich meinen Widerstand gegen Instagram aufgegeben. Hier werden ich nun mindestens jeden Abend schauen, ob es Neues gibt vom Weg ans Mittelmeer. 

Es ist so still im Haus. Zukunftsstill. Traurigstill. Einsamstill. Aber im Garten singt eine Amsel.


Das ist verrückt: Eben habe ich den Link verstanden, der zur Route führt. So werden alle Eltern zu Helikoptereltern, wenn sie das wollen! :)