Seltsam, diese Zeitbögen, Flussschlaufen, Strömungen. Sie fliesst nicht gleichmässig, die Zeit, nicht in meiner Wahrnehmung. Da hat es im Vorfrühling eine Staustufe, die aus dem Fluss ein stehendes Gewässer macht, dann, in den Sommer hinein, zieht sie kräftig, aber ruhig dahin, um dann gegen Herbst durch eine Schlucht gepresst zu werden. Tosend, zischend und schäumend schnellt sie der Mündung entgegen, und bis sich das Wasser beruhigt hat, übernimmt bereits das Meer.
Wie anders könnte es sein, dass die ersten 111 Tage bis gegen Ende April gebraucht haben, die 222 jedoch bereits jetzt erreicht sind, und zu den 333 dauert es bloss bis Ende November. Eigentich nimmt das Boot, in dem ich treibe, mit dem ersten Schultag nach den Sommerferien Fahrt auf, und bevor die Spätsommerbilder richtig trocken sind, ist es am Morgen wieder dunkel auf dem Schulweg, schnitzen wir Räbeliechtli und basteln Weihnachtsgeschenke.
Mir ist der Stausee am liebsten.