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Freitag, 13. August 2021

225/365 Übergang

Ich liebe diese letzte Woche der Sommerferien. Die Schule ist wieder lebendig und gefüllt, aber nur vom "Personal". Wenn man kurz in den Teamraum gehen muss, um dort eine Kopie zu machen oder nachzuschauen, ob das bestellte Paket schon angekommen ist, so kann das gut und gerne zwei Stunden dauern. Ich liebe dieses freudige Hallo auf allen Gängen, die Zeit, die alle noch haben für diesen Austausch oder einen Besuch in einem der neu eigerichteten Klassenzimmer, und ich liebe es, die Gesichter wieder lachen zu sehen, nicht bloss die Augen. Die Schulleitung verteilt Schülerinnen, die im letzten Moment noch zugezogen sind, die auserwählten Lehrpersonen suchen für sie Mobiliar und Material zusammen. Der Hauswartsdienst ist kooperativ unterwegs, befestigt da noch eine Leiste, schraubt dort noch einen Haken in die Decke, organisiert Leitern, wenn sie gebraucht werden, das Reinigungspersonal kontrolliert nochmal alle Räume und lässt sich auch in heitere Gespräche verwickeln. Noch fühlt man sich dem bevorstehenden Alltag gewachsen, glaubt, dass es schon gut kommt, hofft, dass die Probleme lösbar sein werden, dass die Kinder älter geworden sind, dass mit Humor so manches sich entspannen lässt.

Da müsste jetzt dramaturgisch korrekt ein Aber folgen. Doch dieses wird sich erst in den ersten Schulstunden, Tagen und Wochen einschleichen.

Ich liebe es, dass alle das wissen und doch immer wieder, Jahr für Jahr, daran glauben, dass es diesmal besser und leichter und professioneller handelbar sein wird, das Aber, der Sand im Getriebe. Warum auch nicht?