Mein Tag am Computer begann mit dieser Mail:
Hast Du Lust auf eine kleine Übung?
Dann notiere heute bitte all die Male, in denen Du einen Vergleich mit der Vergangenheit anstellst.
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Sollte dein Zettel am Ende des Tages nicht unbeschrieben sein, bedeutet dies, dass auch Du, wie die meisten von uns, nicht immer einschränkungs- und vorurteilsfrei im Hier und Jetzt lebst. Vielleicht reagierst du sogar auf einige Situationen fast automatisch, weil du meinst, dass sie sich sowieso nicht ändern lassen. Vielleicht steckst Du buchstäblich in der Vergangenheit und all ihren Konditionierungen fest.
Und dann klingelt am Abend das Handy und bietet mir, wie Handys das heute manchmal tun, einen Foto-Rückblick auf den Oktober 2019 an. Damals, als ich zusammen mit der Familie der Freundin des jüngsten Sohnes diesen Ausflug an die Rigi machte. Damals, als sie noch ein Paar waren, so strahlend und stark.
Die Übung habe ich nicht gemacht, aber mein Zettel wäre bestimmt nicht unbeschrieben geblieben, auch nicht bevor das Handy geklingelt hat.
