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Freitag, 15. Oktober 2021

288/365 Suche und Ver-suche

Ein Tag zwischen den Türen und Angeln des Schulhauses, Begegngunen über Begegnungen, dazwischen immer wieder Versuche, etwas auf die Reihe zu kriegen, was den Unterricht der kommenden Wochen aufgleisen könnte. Mit Hingabe suche ich nach Inspiration für den Mal- und Werkunterricht. Hie und da streift mich der Ruf nach Sprachkompetenzaufbau und Lernwörtererarbeitungsstrategien, die Kollegin fragt schriftlich, was ich in der ersten Chorstunde am Dienstag von ihr brauche und ich schreibe zurück, dass ich noch keine Ahnung habe, was wir machen werden und sehe sie leicht irritiert den Kopf schütteln dort mit dem Handy in der Hand. 

Einen Satz habe ich mir heute raus geschrieben aus einem der Notizbücher, die ich zur Hand nehme, wenn ich die Lehrplan-Hüllen mit Leben füllen möchte: "Wer die Störung nicht liebt, wird an der Pädagogik zugrunde gehen." Gesagt hat das eine Kursleiterin, ich weiss nicht, ob sie jemanden zitiert hat oder aus ihrem eigenen Fundus gesprochen hat. Der Satz fasziniert mich, weil er so anders ist, weil er daran erinnert, dass die Liebe immer wieder überrascht, dass sie von der anderen Seite schaut und Gold sieht, wo vorher Steine lagen.

Es ist einer der Sätze, welcher in den Ferien stärkt und im Alltag überfordert. Beides.