Früher, als die Kinder noch Kinder waren, wurden die frischen Weihnachtsguzli immer in einer Dose weggestellt bis Weihnachten. Vor dem Heiligabend gab es kein einziges Stückchen davon. Das war einfach so, da fragte keine, da setzte sich keiner darüber hinweg. Advent war eine Zeit des Wartens, des wachsenden Lichtes, der Vorfreude. Ich gab das vor, die Familie bewegte sich in diesem Rahmen. (Das fühlt sich aus der Distanz seltsam an.)
Heute überkam es den Sohn. Er zauberte zwei Sorten Sterne, Monde und Pilze und präsentierte sie stolz nach dem Backen. "Nimm einfach", sagte er und schaute mir zu, wie ich in den lauwarmen Halbmond biss. Mal sehen, wieviele es in die Dose schaffen...