Aufgeben ist zu früh, zuviele Einsichten und Aha-Momete bietet mir die Überforderung noch ständig. Es ist nicht so, dass ich tagsüber vergessen würde, was ich mir vorgenommen habe. Doch die Gewohnheit ist so unglaublich stark, dass ich ihr kaum beikomme. Das fängt schon damit an, dass ich am Morgen doch eigentlich locker, sollte man meinen, einen völlig anderen Platz im Tram wählen könnte als sonst immer. Ich steige an der Endstation ein in ein fast leeres Fahrzeug. Oder während der Fahrt einmal einfach nicht auf den Bildschirm schauen, gar nicht, sondern zum Beispiel ein Buch lesen oder lauschen. Gewohnheiten kommen mir vor wie mit mir verwachsene Halteseile.
Immerhin fand heute zum ersten Mal in diesem Jahr wieder fast normaler Unterricht statt.