Da ist soviel, was in mir aktiviert wird in diesen Tagen: Angst, Wut, Entsetzen, Sorge, Ohnmacht, Mitgefühl und alles in Wellen wie damals die Trauer. Gestern bin ich einem Menschen begegnet, der von seiner Hoffnung erzählt hat. Es war so unglaublich, welchen Unterschied das gemacht hat. Ich hörte ihm zu und überlegte mir kurz, ob das angebracht ist, aber dann spürte ich, wie sich eine dicke Wolke zurückzog, wie es hell wurde und warm. Ich spürte wieder den Kontakt zu meiner Kraft, zu meinem Mut und meinem Leben. In dem Moment war es für mich so klar, dass dies die sinnvollste Aufgabe ist, an der zu arbeiten sich jetzt lohnt: Offen bleiben für das Licht, Friedensarbeit in meinen Gedanken und mit meinen Gefühlen.
Heute früh bin ich den halben Ferienschulweg zu Fuss gegangen. Schritt um Schritt übte ich mir zu erlauben, dass ich es wunderschön finden darf was ich sehe, höre, rieche, dass ich diesen Vorfrühling lieben und mich von ihm berühren lassen darf.
Und ich liebe auch meinen chaotisch
bunten Ferienschreibtisch. Ich darf mich inspirieren lassen von den
Farben, darf experimentieren mit Materialien, darf Ideen entwickeln,
umsetzen und gleichzeitig wissen und all das Schreckliche, Unfassbare.
Was
macht den grösseren Unterschied für die Welt? Wenn ich verzagt in
Dunkelheit versinke oder wenn ich lächelnd von meiner Hoffnung erzähle?