Heute haben neun Kinder gefehlt. Acht davon sind krank, die meisten mit einer heftigen Grippe. Ich staune oft, wie anders junge Eltern heute oft mit solchen Krankheitszeiten umgehen (müssen), wie schnell sie Medikamente geben, damit das Fieber verschwindet, damit das Kind möglichst schnell wieder zur Schule gehen kann, auch wenn es dort halt blass und müde noch etwas "herumliegt". Ich habe solche Zeiten als sehr besondere Phasen in Erinnerung, anstrengend und am Schlaf zehrend zwar, aber auch immer sehr umhüllt von Ruhe, Teeduft, Zeit für die einzelnen kleinen PatientInnen und ihre Bedürfnisse. Es scheint nicht mehr viele Kinderärzte zu geben, welche die Eltern in solcher Zuversicht stärken. Umso dankbarer bin ich, dass ich das anders erleben durfte.