Zwei wundersame oder heilsame Ferienwochen gehen heute zu Ende. Morgen wartet ein nächster Weiterbildungstag, und am Sonntag müssen die Vorbereitungen noch ausgefeilt und gestaltet werden. Die Schüler sind seit einigen Tagen schon wieder sehr nahe im Bewusstsein.
Zum ersten Mal seit meinem Wiedereinstieg ins Erwerbsleben habe ich mit einer gewissen Gelassenheit in die unterrichtsfreien Tage hinein und jetzt auch wieder daraus heraus finden können. Zum ersten Mal seither habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt, auch wenn es nur zur Bewältigung eines beachtlichen Flickwäscheberges war. Zum ersten Mal seither habe ich es geschafft, mich mit ein paar Menschen zu treffen, mit denen ich zum Teil seit Jahren davon gesprochen hatte. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten habe ich an den ersten Morgen ausschlafen können, habe 10-Stundenschlafnächte erlebt und bin tagsüber zusätzlich auf dem Sofa eingeschlafen. Zum ersten Mal seit letztem Sommer gab es einen Tag ganz ohne Schmutzwäsche vor der Waschmaschine. Zum ersten Mal seit fast einem Jahr, hat sich die Haut an meinen Händen soweit beruhigt, dass keine neuen offenen Risse mehr entstanden sind, dass ich sogar zu hoffen wage, dass nächste Woche die kleinen Hände sich nicht schüchtern und irritiert zurück ziehen, wenn es gilt, sich im Kreis die Hand zu reichen.
Ich bin so froh und dankbar, dass der Frühling mit seinem Licht wieder da ist und die Amsel mit ihren Liedern.




