Ich weiss nicht, welches Stichwort ich zum Titel machen soll. Was die Tochter eben aus dem Garten gebracht hat, wirkt ziemlich irritierend auf mich. Zuerst dachte ich, sie hätte etwas gebastelt, doch die Erschafferin ist offenbar die Natur mit ihren Launen.
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Samstag, 8. April 2017
Frühling ja du bist's
Die Bilder, die ich in der Mittagspause meines heutigen Ausbildungstages gesammelt habe, reichen für eine ganze Woche – in mancher Hinsicht.
So stelle ich es mir zumindest jetzt vor. Es wird sich zeigen, ob sie passen zu dem, was die nächsten Tage mitbringen.
Ich fühle mich reich beschenkt von einer unbegreiflichen Grosszügigkeit.
Freitag, 7. April 2017
Frühingsferien
So ist es also, wenn die Ferien beginnen, immer wieder. Ich sollte es wissen:
Heim kommen, die ganze liegen gebliebene Arbeit sehen, die nun endlich dran ist und einfach nur müde werden, eine riesige Müdigkeit spüren und nichts anderes tun als nichts tun, ausser hinaus gehen in den geliebten Wald, die Schatten auf dem Weg sehen, sie auf der Haut und in den Augen spüren als ein lebendiges Wechselspiel mit dem Licht, die vertrauten Bäume grüssen, in die vielen Grüns tauchen, mit Wehmut der Entwicklung der Schlehenblüten zuhören und darüber nachsinnen, wie leicht es ist, den Geschehnissen auf der Weltbühne mit Angst zu begegnen.
Morgen ist erst einmal noch Weiterbildungstag, und dann möchte ich schlafen, schlafen, schlafen, um bald mutig genug zu sein, mich der vielen Arbeiten anzunehmen, die drinnen und draussen so dringend rufen.
Mittwoch, 5. April 2017
Schlehdorn
Wie die Amsel mit ihrem Gesang mein Herz berührt, so tut es der Schlehdorn mit seinem Blütenkleid, und ganz egal, ob ich von weitem die weissen Schleier am Waldrand erblicke, ob ich vor einem Strauch stehe und mich vom Duft betören lasse oder ob ich versinke im Anblick einer vollkommenen einzelnen Blüte, immer fühle ich mich beschenkt, beglückt und dem Leben nah.
Sonntag, 2. April 2017
Wann beginnt eine Reise?
Mit dem Traum?
Mit der Suche?
Mit der Entscheidung?
Mit der Buchung?
Mit dem Verlassen des Hauses?
Mit der Ankunft am Flughafen?
Mit den letzten Umarmungen?
Mit dem letzten Blick?
Mit dem Aufstarten der Flugzeugmotoren?
Mit dem Abheben?
Mit der Suche?
Mit der Entscheidung?
Mit der Buchung?
Mit dem Verlassen des Hauses?
Mit der Ankunft am Flughafen?
Mit den letzten Umarmungen?
Mit dem Aufstarten der Flugzeugmotoren?
Mit dem Verschwinden im grauen Himmel?
Unterdessen ist sie längst in Paris gelandet, wartet dort auf den Weiterflug und wird in etwa 8 Stunden in Dakar landen. Und morgen Nachmittag dann, nach einer hoffentlich sicheren Autofahrt, wird sie den Ort in Senegal erreichen, an dem sie die nächsten drei Monate verbringen will, in einem Projekt, welches die Betreuung von Strassenkindern organisiert und gestaltet.
Ich wünsche dir alles Glück der Welten, gerade auch dann, wenn du schmerzhafte und erschreckende Erfahrungen machen solltest, meine Grosse. Immer wieder hast du gesagt, wie sicher und tief in dir du spürst, dass diese Reise das Richtige ist für dich. Du hast nie gezweifelt, nie die Vorfreude verloren. Du fliegst deinem Traum entgegen, bringst ihn ins Leben. Gehe geschützt, wie du schon durch schwierigste Zeiten gegangen bist. Auf Wiedersehen!
Samstag, 1. April 2017
...
und einfach nicht zeigen, wie es aussieht da drinnen, das Lieblingsessen kochen, die letzten Dinge erledigen helfen, die Aufregung in ihr wahrnehmen und verstehen und nicht weinen, nicht jetzt, noch nicht. Daran denken, wie stolz ich auf sie oder für sie bin, auf ihren Mut, auf ihre Treue zu ihren Visionen, darauf, dass sie ihren Weg geht.
Doch ich bin daran zu lernen, dass Gedanken nicht die Gefühle wegdrücken dürfen. Ich will vor mir zu meinem Schmerz genauso stehen wie zu meinem Stolz und meiner Dankbarkeit. Die Frage ist, was ich davon zeige. Daher schreibe ich, um dem einen Raum zu geben, was hier im Raum nicht Überhand nehmen soll.
Es bleibt noch eine letzte Nacht –
und danach alle weiteren...
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