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Samstag, 9. September 2017

Regenschule





Immer, immer wenn es regnet 
werd ich still, ganz still
bleib für mich am Fenster stehen
um dem Regen zuzusehen
still ganz still


Quelle im Moment nicht nennbar. Ich habe das Lied im Kopf oder wo auch immer, das Buch aber nicht hier.

Freitag, 8. September 2017

Wochenende

und ich freue mich bereits wieder auf Montag!
Und darauf, morgen ohne Wecker aufzuwachen!
Und darüber, dass wir heute ein ganz entspanntes Abendessen im Kreis der vier Teenies erleben durften.
Und darüber, dass unsere WG immer selbstverständlicher funktioniert.
Und darüber, dass ich wieder singen kann, dass ich es mit den Kindern wieder lerne und wieder wage.

Mittwoch, 6. September 2017

wunderbar

Fast kommt es mir vor wie ein Wunder. Seit gestern geht die Entzündung plötzlich zurück. Die Rötung verblasst. Die Hitze verzieht sich. Ich komme nach Hause und habe noch Energie. Berührungen schmerzen kaum noch. Und das alles ohne nachvollziehbaren Grund. Keine Therapie. Kein Medikament. Keine Meerferien. Vielleicht ist morgen alles wieder beim alten, vielleicht ist es eine Art Regenbogenwunder. Aber heute habe ich einfach dankbar und voller Leichtigkeit genossen und gelebt ...

... und dieses Heimwegbild durch die getönte Tramscheibe gemacht. Regenbogen über französischem Boden!



edit 7.9.: Es WAR ein Regenbogenwunder! Aber es schenkt mir die Hoffnung, dass es noch immer möglich ist, dass es andere Tage gibt. Und wenn es nur einer in der Woche wäre, einer von sieben, das wäre schon fast wie Himmel auf Erden!

Dienstag, 5. September 2017

love it



Beim Betrachten einer spiralförmigen Linie: "Eigentlich ist das eine ganz gerade Linie, einfach krumm."

Sonntag, 3. September 2017

zwischen Regen und Sonne

Zwischen Billetkauf und Konzertbeginn bleibt mir eine halbe Stunde, die ich dazu nutze, einen neu öffentlich zugänglichen Ort am Rhein zu erkunden. Ich bin sicher, der ist extra für mich geschaffen worden. Abseits vom Touristenstrom und Festgetümmel der Massen hat die Stadt eine kleine, über Treppen begehbare Gartenanlage am Fuss der alten Herrschaftshäuser geschaffen. Ohne Wegweiser.

Ein paar Schritte in die Tiefe und ich gehe über einsame Kieswege, stehe erstaunt in einer lauschigen Laube 

  
und  habe zwei Stockwerke tiefer eine neue, ungewohnte Perspektive auf die älteste Brücke der Stadt.


Die schnell ziehenden Wassermassen bilden einen bewegten Kontrapunkt zu den kugelig kompakten Efeufrüchten,


Plötzlich bricht das Abendlicht mit Goldkraft durch die Wolken und verwandelt Schatteneinsamkeit in helle Zweisamkeit.


Gleichzeitig kriegen die steinernen Treppenstufen ein himmlisches Tupfenmuster.


Im Schutz der Laube warte ich auf den Regenbogen,


der nicht lange auf sich warten lässt.


Eigentlich wäre ich jetzt satt, bräuchte keinen Messias und keine redselige Sitzplatznachbarin, welche mich fragt, ob ich auch ein AHV-reduzierte Karte hätte. Halleluja.

Samstag, 2. September 2017

zerrissen

zwischen dem Glück, mit dem mich meine neue Aufgabe erfüllt und dem Schmerz der geschundenen Haut
zwischen der Freude am gemeinsamen Entdecken der Welt und der Verzweiflung über absolutes Nichtverstehen dieser Krankheit
zwischen der spielerisch sich entwickelnden Planung des Unterrichts und dem planlosen Umherirren, wenn es um Heilungsprozesse in mir geht
zwischen dem Wunsch, diesen anvertrauten Schülern eine vertrauensvolle, hüllende Lernumgebung zu gestalten und der Tatsache, selber in einer verletzten und verletzlichen Hülle zu leben
zwischen dem Traum, der mit entgegen kommt und der Hölle, der ich nicht zu entkommen weiss.

Wie mischen? Wie versöhnen? Wie dieses Ja lebendig gestalten, wenn es dort nein schreit? Wie heilsam wirken, wenn ich krank bin?

Ich sehne mich nach Heilung, sosehr!!!! 




(Wer nicht?)

Freitag, 1. September 2017

1.9.

Das tönt nach Entspannung, nach Abkühlung, nach Aufatmen und Einhüllen, nach Reife und Klarheit, nach neuen Düften, nach Farbe und Wind.
Gestern Nachmittag sass ich alleine im Schulzimmer und begleitete mich mit der Gitarre bei einem Lied, welches ich selber im Kindergarten gelernt hatte, berührt und erstaunt darüber, wie die Gefühle des kleinen Mädchens in mir warm und wach mitzuklingen begannen.
Läb wohl du schöne Summer
du settisch nonig goh.
Wänn d übers Johr dänn wieder chunnsch,
dänn sin mir alli froh.

Diese letzte Strophe mit ihrer leisen Melancholie hatte schon damals für mich immer eine frohlockende Unterstimme, welche unhörbar mitsang: Schon gut, dass du gehst, ich freue mich auf das, was folgt.