Für eine Waldrunde hat es schon ewig nicht mehr gereicht. Beim letzten Mal war er noch grün, nun steht er kahl. Heute habe ich wenigstens eine kleine Fotorunde durch den verwilderten Garten gemacht, bevor ich mich an den Schreibtisch gesetzt habe.
Die kleine Mirjamrosenblüte ist mir schon vor zwei Tagen aufgefallen. Als hätte sie keine Ahnung von November, blüht sie da mitten im ungepflegten Beet vor sich hin und schenkt mir jedes Mal, wenn ich an ihr vorbei gehe, einen warmen Extraherzschlag.
Die Rebe an der Hauswand hat sich entblättert. Einzig die Lebensimpulse des frühen Frühlings, welche im April erfroren sind, hängen noch. Sie sind wohl zu jung gestorben, um sich richtig lösen zu können.
Ob sie sich noch entfalten wird? Die Schneeschauer der letzten Nacht scheint zumindest keinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
In den Herbstferien hat der jüngste Sohn das Gartenhäuschen, welches fast neun Jahren lang auf der Grundstücksgrenze gestanden hatte und unterdessen gezeichnet war von Wind und Wetter, zurückgebaut und entsorgt. Einige Details hatte er sorgfälltig gelöst und zur Aufbewahrung zur Seite gelegt – und vergessen. Als ich neben der wieder erblühten Christrose ein paar trockene Stauden auszupfte, fand ich ein Brett auf der Erde liegen, hob es auf und









