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Donnerstag, 30. Januar 2020

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Es ist eine seltsame Zeit. Die Liste aller Themen, welche meinen Kopf bevölkern, ist lang. Die Standortgespräche, in denen ich die SchülerInnen zusammen mit ihren Eltern erlebe, beschäftigen mich bis in den Schlaf, bis unter die Haut, bis zur Verdauung. Weiterbildungen konfrontieren mich mit meinen Schattenseiten, was oft Erschrecken und Scham auslöst. Im Streben und Stolpern meiner eigenen Kinder sind Spiegel eingebaut, dass mir oft zum Weinen und Schreien zumute ist. Die stillen Stunden im leeren Haus sind laut in ihrer Forderung, mich mit dem nächsten Lebensabschnitt zu beschäftigen. Ich schaue mir zu, wie ich mich immer mehr einkapsle, immer ängstlicher werde, Privates zu teilen, weil wir lernen, strikte zu trennen und in der Öffentlichkeit nicht privat erkennbar zu sein. 
Der Tummelplatz hier, der mir ein Jahrzehnt und länger geholfen hat, innen und aussen, oben und unten, Dunkel und Hell im Spiel mit den Worten zu mischen, wirkt verwanzt. Ich sehne mich nach einem Ort, an dem ich einfach ich sein darf, unprofessionell, ohne Vorsicht, ohne Vorschrift, und finde mich damit im leeren Haus, und im Postfach liegt zum ersten Mal eine Nachricht mit dem Betreff "Scheidung".

Freitag, 24. Januar 2020

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Morgen Mittag wird die erste Hälfte der Elterngespräche Vergangenenheit sein. Es schlaucht mich ganz schön, was da an Energien hereinfliesst. Gesunde Abgrenzung war noch nie meine Disziplin. Schönes Wochenende!

Mittwoch, 22. Januar 2020

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Samstag, 18. Januar 2020

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Dieser Moment, den zu teilen die Illusion schafft, nicht ganz allein damit zu sein. Nun ist sie auch wieder weg, zurückgezogen in ihre Studienstadt nach 9 Monaten Zwangs- und Erholungspause. Voller Vorfreude auf das neue WG-Zimmer und ihren Neustart von diesem Punkt aus ist sie eben mit ihrem Vater losgefahren. Nun bin ich alleine in diesem plötzlich viel zu grossen Haus. Nur zwei haben ein Standbein noch hier, das andere am Wohnort von Freund und Freundin, zwei mit atemlos vielen Projekten und Plänen, welche sie rund um die Uhr beschäftigen. Hier gibt es einen Kühlschrank, eine Waschmaschine und guten Kaffee, ein Bett und jemanden, der sich anbietet, Widerstand und Ablösung zu trainieren.
Vor fünfeinhalb Jahren sind der Mann und der Älteste fast zeitgleich ausgezogen, habe ich wieder angefangen, ausser Haus berufstätig zu sein, genau gleich lang, wie wir davor versucht hatten, uns als Familie vom Erdbeben zu erholen, welches der Tod von Mirjam ausgelöst hatte, fünfeinhalb Jahre, die von einer grossen Konstante bewegt wurden, der Zentrifugalkraft.

Ich versuche, das ganze einfach anzuschauen, die Bilder, die da purzeln, die Muster, die weggespült werden, die Definitionen, aus denen ich mir meine Daseinsberechtigung zurecht gedichtet hatte, welche nun abfallen wie vergilbte Hüllen. 
Was da stehen bleibt, wage ich nicht zu benennen. Es weht und webt ein diffuser Nebel von Angst und Erschrecken durch die Luft. Die Energie von herausfordernden Elterngesprächen der letzten Tage durchzieht das Geschehen und verheisst die Qualität der künftigen Begegnungsangeboten.




Samstag, 11. Januar 2020

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Bei Hausfrau Hanna würde diese kleine Geschchte unter "zwischen zwei Haltestellen" laufen.
Schräg vis a vis sitzt eine Mutter mit ihren beide Töchtern und deren zwei Puppen, welche einen Sitzplatz teilen. Die Mutter blickt irgendwann von ihrem Handy auf und erzählt: "Denkt euch, die NN hatte Geburtstag, sie ist 50 geworden!" und sie zeigt den beiden offenbar ein Bild. "Ach schade!" seufzt da das eine Mädchen. "Ich hätte sie gerne noch einmal gesehen bevor sie alt ist!"

Freitag, 10. Januar 2020

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Warum ich heute nicht schreibe:
Darum ....

Dienstag, 7. Januar 2020

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Zwei kleine Wölfe gehn des Nachts im Dunkeln, mit geometrischen Formen lassen sich Parkettmuster zeichnen, Putzelbäume haben keine Wurzeln, ein Allosaurus kann mit entzündeter Zehe nicht jagen, England spricht auf meinem Schreibtisch, nur Papiertaschentücher kann ich nicht rüberreichen, und meine Haut versucht zu rufen, aber ich mag ihr nicht zuhören.