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Sonntag, 17. Oktober 2021

290/365 Alltagswunder

Zutaten sind eine Herbstnacht, Nebel und ein paar Spinnen.Was davon in den Tag leuchtet ist unscheinbar, wenn der Alltagsblick vernebelt ist durch Planung und Zielstrebigkeit. Dann aber, wenn sich jener Gedankennebel lichtet, bleibt das blosse Staunen (und vielleicht der Wunsch, die Kamera besser beherrschene zu können). 




Samstag, 16. Oktober 2021

289/365 Warum

Wozu das alles? (Fragst du dich das manchmal auch?) Wozu betreibe ich diesen ganzen Aufwand? Warum nehme ich das alles so ernst? Weshalb mache ich mir so endlos Gedanken? Wäre weniger mehr? Weniger Vorbereitung mehr Intuition und Flexiblität? Verbarrikadiere ich damit der Angst vor dem Versagen den Weg? Oder geht es wirklich um die Kinder?

Freitag, 15. Oktober 2021

288/365 Suche und Ver-suche

Ein Tag zwischen den Türen und Angeln des Schulhauses, Begegngunen über Begegnungen, dazwischen immer wieder Versuche, etwas auf die Reihe zu kriegen, was den Unterricht der kommenden Wochen aufgleisen könnte. Mit Hingabe suche ich nach Inspiration für den Mal- und Werkunterricht. Hie und da streift mich der Ruf nach Sprachkompetenzaufbau und Lernwörtererarbeitungsstrategien, die Kollegin fragt schriftlich, was ich in der ersten Chorstunde am Dienstag von ihr brauche und ich schreibe zurück, dass ich noch keine Ahnung habe, was wir machen werden und sehe sie leicht irritiert den Kopf schütteln dort mit dem Handy in der Hand. 

Einen Satz habe ich mir heute raus geschrieben aus einem der Notizbücher, die ich zur Hand nehme, wenn ich die Lehrplan-Hüllen mit Leben füllen möchte: "Wer die Störung nicht liebt, wird an der Pädagogik zugrunde gehen." Gesagt hat das eine Kursleiterin, ich weiss nicht, ob sie jemanden zitiert hat oder aus ihrem eigenen Fundus gesprochen hat. Der Satz fasziniert mich, weil er so anders ist, weil er daran erinnert, dass die Liebe immer wieder überrascht, dass sie von der anderen Seite schaut und Gold sieht, wo vorher Steine lagen.

Es ist einer der Sätze, welcher in den Ferien stärkt und im Alltag überfordert. Beides.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

287/365 Herbsträtsel

Der Herbst scheint dieses Jahr nach anderen Kriterien zu malen als üblich. Dieses Stück Wald schaut zu mir herüber, wenn ich nach dem Einkaufen auf die Tram warte. Wir haben uns schon viele hundert Male angeschaut und beobachtet. Dass Mitte Oktober noch kaum andere Farben als Grün zu sehen sind, ist sehr unüblich. Ich bin gespannt, was der Herbst mit den Bäumen vorhat, worauf er wartet und warum.


Mittwoch, 13. Oktober 2021

286/365 Nähe

"Heute ist so ein Tag, an dem die Gedankenfetzen frei im Chaos fliegen und keiner zu greifen ist...." Irgendwie so legte ich mir die heutigen Worte zurecht, als ich gegen 20 Uhr im Dunkeln den Berg zwischen Tramstation und Zuhause erklomm.

Doch dann bekam dieses Heute eine unerwartete Wende. Sie steckte im Briefkasten und bestand aus vier mit Tinte und von Hand geschriebenen Seiten. Ich fühle mich so riesig beschenkt allein davon, dass der Brief von Hand geschrieben ist, dass er schon für die Augen Persönlichkeit trägt, dass er nun da liegt und immer wieder gelesen werden kann. Ich hoffe, wir verlernen nicht, uns solche Geschenke zu machen.


 

Dienstag, 12. Oktober 2021

285/365 Unterschied mit Herz

Dieses Häuschen steht seit heute Morgen bei einer Baustelle in der Nachbarschaft. Auf der rechten Seite, die auf dem Foto nicht zu sehen ist, steht gross kompotoi.ch. Das liess ich mir nicht nehmen. Ich freue mich immer total über solche Initiativen, über Menschen, die den Mut haben, einen Unterschied zu machen.

Montag, 11. Oktober 2021

284/365 Lichtgedanken

 

Gestern habe ich dem Veit Lindau zugehört und mir den einen Gedanken aufgeschrieben, weil er mich so erschüttert hat.

Immer dann, wenn du deinem Geist erlaubst, dich mit Dingen zu beschäftigen, die du nicht ändern kannst, bleibt dein Licht auf einer fremden Baustelle.

Immer dann, wenn du deine Vergangenheit nicht loslassen kannst, bleibt ein Teil deines Lichtes dort.